UN beklagt zunehmende Gefahren für Journalisten weltweit
Wichtige Fakten
- • 14 Journalisten allein 2026 getötet.
- • Fast 300 Tote im Gaza-Krieg seit Oktober 2023.
- • Unesco-Studie dokumentiert systematische Überwachung von Journalisten.
- • Pressefreiheit in Ukraine durch Angriffskrieg Russlands eingeschränkt.
Zunehmende Gefahren für Journalisten weltweit
Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai 2026 hat UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk die wachsenden Gefahren für Medienschaffende beklagt. In einer Erklärung würdigte er den Einsatz mutiger Reporter und Fotografen, betonte jedoch, dass der Journalismus zunehmend unsicher und gefährlich geworden sei. Medienschaffende würden bombardiert, entführt, inhaftiert oder entlassen. Allein 2026 seien bereits mindestens 14 Journalisten getötet worden. Besonders riskant sei die Berichterstattung über bewaffnete Konflikte, etwa im Gaza-Krieg: Türks Büro bestätigte seit Oktober 2023 die Tötung von fast 300 Journalisten.
Appell für mehr Schutzmaßnahmen
Türk bezeichnete eine freie Presse als ,Sauerstoff einer freien und offenen Gesellschaft‘ und forderte die internationale Gemeinschaft auf, sinnvolle Maßnahmen zum Schutz der Medienlandschaft zu ergreifen. Auch das Journalisten-Netzwerk IPI äußerte sich besorgt. Geschäftsführer Scott Griffen nannte den globalen Aufstieg autoritärer und illiberaler Regierungen als Hauptursache für den wachsenden Druck auf unabhängige Medien. Zudem sei die weit verbreitete Straflosigkeit bei Angriffen auf Medienschaffende schädlich. Deutschland selbst rutschte in der Rangliste der Pressefreiheit weiter ab.
Weitere Bedrohungen und Statistiken
Laut Unesco wurden Journalisten in Konfliktregionen wie der Ukraine und dem Sudan zunehmend zum Ziel. In der Ukraine sind seit 2022 mehr als 100 Journalisten getötet worden, viele im Zuge des russischen Angriffskriegs. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) forderte mehr internationale Schutzmassnahmen für Medienvertreter in Konfliktgebieten.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.