Tunesiens Pressefreiheit bricht drastisch ein
Wichtige Fakten
- • Tunesien fiel in vier Jahren um 43 Plätze auf Rang 137.
- • Ausländische Journalisten dürfen nicht einreisen.
- • Journalisten droht juristische Verfolgung und Selbszensur.
- • Einreise- und Arbeitsgenehmigungen werden verweigert.
Pressefreiheit in Tunesien massiv eingeschränkt
Tunesien ist in der Rangliste der Pressefreiheit in nur vier Jahren um 43 Plätze abgerutscht und belegt nun Platz 137 von 180 Ländern. Der Verband tunesischer Journalisten warnt vor zunehmender Angst unter Medienschaffenden, die sich selbst zensieren. Gesetze wie Strafrecht und Anti-Terrorgesetze würden gezielt eingesetzt, um Kritiker mundtot zu machen.
Ausländische Journalisten blockiert
Seit über einem Jahr erhalten ausländische Korrespondenten keine Drehgenehmigungen mehr, bestätigt die ARD-Korrespondentin Kristina Böker. Journalisten wie Marilyne Dumas droht die Ausweisung, da ihre Pressekarten und damit auch ihr Aufenthaltsrecht nicht verlängert werden. Der Mangel an kritischer Berichterstattung gefährdet nach Expertenangaben den gesellschaftlichen Zusammenhalt und begünstigt die Verbreitung von Propaganda.
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