Datenschützer kritisieren DB-Pläne für Bodycams bei Zugbegleitern
Wichtige Fakten
- • Die Deutsche Bahn plant die Ausstattung von Zugbegleitern mit Bodycams.
- • Datenschützer warnen vor einem starken Eingriff in Grundrechte.
- • Aufnahmen sollen nur anlassbezogen und minimal sein.
- • Die Stiftung Datenschutz lehnt dauerhafte Videoüberwachung ab.
- • Es werden klare Regeln für den Einsatz gefordert.
Pläne der Deutschen Bahn
Die Deutsche Bahn plant, ihre Zugbegleiter mit Bodycams auszustatten, was bei Datenschützern auf Kritik stößt. Diese Maßnahme folgt auf einen tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter, der die Bahn zu neuen Sicherheitsvorkehrungen veranlasste.
Datenschutzbedenken
Datenschützer, darunter der hessische Landesdatenschutzbeauftragte Alexander Roßnagel und die Stiftung Datenschutz, warnen vor einem starken Eingriff in die Grundrechte von Passagieren. Sie betonen, dass Aufnahmen nur anlassbezogen, etwa in eskalierenden Situationen, und auf ein minimales Maß reduziert erfolgen dürfen, um unbescholtene Personen nicht unnötig zu überwachen.
Forderungen nach Regeln
Während die Datenschützer Bodycams nicht komplett ablehnen, fordern sie klare Regeln für deren Einsatz. Roßnagel spricht sich für einen angemessenen Ausgleich aus, um Beschäftigte zu schützen, ohne die Privatsphäre der Fahrgäste zu gefährden.
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