Fondsbranche verzeichnet drittes Rekordjahr in Folge - DAX pendelt um 25.000-Punkte-Marke
Wichtige Fakten
- • Deutsche Fondsbranche verwaltete 2025 erstmals über 4,85 Billionen Euro (+8,5% vs. 2024).
- • Publikumsfonds sammelten 86 Mrd. Euro ein, davon 57 Mrd. Euro in Aktien- und Anleihe-ETFs.
- • DAX schloss am 10.02.2026 mit 24.987,85 Punkten (-0,1%) nach Überspringen der 25.000er-Marke.
- • Commerzbank meldete Nettogewinn von 2,63 Mrd. Euro 2025 und erhöhte Dividende auf 1,10 Euro.
- • Japans Nikkei stieg um 2,3% auf Rekordhoch von 57.650 Punkten nach Takaichis Wahlsieg.
Marktentwicklung und DAX-Performance
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am 10. Februar 2026 verhalten, nachdem er zu Wochenbeginn die 25.000-Punkte-Marke übersprungen hatte. Der DAX pendelte um diese Schwelle und schloss schließlich mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 24.987,85 Punkten. Einige Unternehmen enttäuschten mit ihren Bilanzen, darunter der Reisekonzern TUI, der trotz eines Rekordquartals aufgrund verhaltener Buchungen für die Sommersaison Kursverluste hinnehmen musste. Im Kontrast dazu erlebte Japans Nikkei einen Rekordanstieg von 2,3 Prozent auf 57.650 Punkte, angetrieben durch den Wahlsieg von Premierministerin Sanae Takaichi und angekündigte Konjunkturprogramme, die jedoch langfristig den schwachen Yen belasten könnten.
Fondsbranche verzeichnet drittes Rekordjahr in Folge
Die Fondsbranche in Deutschland blickt auf ein außergewöhnliches Jahr 2025 zurück, in dem sie erstmals über 4,85 Billionen Euro verwaltete – ein Plus von 8,5 Prozent gegenüber 2024 und das dritte Rekordjahr in Folge. Besonders beliebt waren Aktien- und Anleihe-ETFs, die allein 57 Milliarden Euro an Neugeldern anzogen. Insgesamt sammelten Publikumsfonds, die sich an breitere Anlegerschichten richten, 86 Milliarden Euro ein. Laut BVI-Präsident Matthias Liermann erkennen immer mehr Menschen Wertpapiere als zentralen Baustein für Vermögensaufbau und Altersvorsorge, was sich in 37 Millionen Depots in Deutschland widerspiegelt – ein Anstieg von 14 Millionen seit 2020.
Unternehmensdaten und Branchenfokus
Unternehmenszahlen führten zu gemischten Reaktionen: Die Commerzbank meldete einen Nettogewinn von 2,63 Milliarden Euro für 2025, höher als prognostiziert, und erhöhte die Dividende auf 1,10 Euro, während TUI nach einem Rekordquartal Kursverluste hinnehmen musste. Im Luxussegment sorgten positive Quartalszahlen und ein optimistischer Ausblick von Kering (Gucci-Eigner) für Aufschwung, der auch Werte wie Hugo Boss, LVMH und Hermès beflügelte. Kering, das einen mehrjährigen Sanierungsprozess durchläuft, verzeichnete im vierten Quartal 2025 einen währungsbereinigten Umsatzrückgang von drei Prozent auf 3,9 Milliarden Euro, was jedoch besser war als erwartet.
Internationale Einflüsse und Risiken
In den USA stehen Technologiewerte wie Nvidia weiter im Fokus, doch massive KI-Investitionen von Tech-Giganten in Höhe von 650 Milliarden Dollar lösen Unsicherheit aus, mit Bedenken über mögliche Blasenbildung und Renditeaussichten. Anleger warten zudem auf US-Konjunkturdaten, die Zinserwartungen prägen könnten, während die erratische Wirtschaftspolitik der Trump-Administration als Makrounsicherheitsfaktor bleibt. Gleichzeitig betont die Fondsbranche die Notwendigkeit einer Kapitaldeckung in der gesetzlichen Rente, um die Abhängigkeit von Steuerzuschüssen zu verringern, was Bundeskanzler Friedrich Merz als Teil eines geplanten Paradigmenwechsels in der Rentenpolitik unterstützt.
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