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Inland 10.02.2026, 13:28 Aktualisiert: 10.02.2026, 18:13

SPD-Vorschlag: Sozialabgaben auf Kapitaleinkünfte lösen Debatte aus

SPD schlägt Sozialabgaben auf Dividenden und Kapitaleinkünfte vor.

Wichtige Fakten

  • SPD schlägt Sozialabgaben auf Dividenden und Kapitaleinkünfte vor.
  • Aktionärsschützer kritisieren dies als ungerecht und kontraproduktiv.
  • Aktiengewinne sind bereits mit 25% Abgeltungssteuer belastet.
  • Deutschland hat über 14 Millionen Sparer, die am Aktienmarkt vorsorgen.
  • Kleinanleger könnten stärker betroffen sein als wohlhabende Anleger.

SPD-Vorschlag zur Belastung von Kapitaleinkünften

Die SPD hat vorgeschlagen, Dividenden und andere Kapitaleinkünfte mit Sozialabgaben zu belasten, um das Milliarden-Defizit bei den Gesundheitsausgaben zu verringern. Dieser Vorschlag zielt darauf ab, den Ertrag für Anleger zu schmälern und ist Teil der Debatte um eine Reform des deutschen Sozialstaats.

Kritik von Aktionärsschützern

Aktionärsschützer wie Marc Tüngler von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) kritisieren den Vorschlag scharf. Sie argumentieren, dass er ungerecht sei, da das investierte Geld bereits aus versteuertem Einkommen stammt und die Altersvorsorge mit Aktien immer wichtiger wird. Zudem könne dies kontraproduktiv sein, da die Bundesregierung gleichzeitig die Kapitalmarktbeteiligung fördert.

Auswirkungen auf Vermögensbildung

Finanzexperten wie Christian W. Röhl von Scalable Capital warnen, dass der Vorschlag die Vermögensbildung breiter Schichten erschwert, während wohlhabendere Anleger möglicherweise Schlupflöcher nutzen können. Sie betonen, dass langfristige Investitionen am Kapitalmarkt eine Form der Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand darstellen und an der Wertschöpfung der Volkswirtschaft teilhaben lassen.

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