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Wirtschaft 11.03.2026, 17:36 Aktualisiert: 11.03.2026, 23:03

DAX unter Druck: Krieg im Iran und Ölsorgen belasten die Börse

Der DAX verliert 1,37% und schließt bei 23.640 Punkten.

Wichtige Fakten

  • Der DAX verliert 1,37% und schließt bei 23.640 Punkten.
  • Ölpreise steigen trotz Rekord-Freigabe von Reserven um 5% auf 93 Dollar.
  • Inflationssorgen wachsen durch den Krieg im Iran und hohe Energiepreise.
  • Rheinmetall-Aktie bricht trotz Umsatzanstieg um 8% ein.
  • Oracle-Aktie steigt um 12% nach starken KI-Investitionen.

Börsenlage

Der DAX konnte am Mittwoch nicht an die Kurserholung des Vortages anknüpfen und schloss mit einem Minus von 1,37 Prozent bei 23.640 Punkten, getrieben von Nervosität rund um den Krieg im Iran und die angespannte Lage auf dem Ölmarkt. Trotz einer Rekord-Freigabe von Ölreserven durch die Internationale Energieagentur, der sich Deutschland anschloss, stieg der Preis der Nordsee-Sorte Brent um fünf Prozent auf knapp 93 Dollar pro Barrel, was Konjunktur- und Inflationssorgen nährt.

Unternehmensentwicklungen

Unternehmen wie Rheinmetall, Henkel und Porsche meldeten gemischte Ergebnisse: Rheinmetall verzeichnete einen Umsatzanstieg um 29 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro, doch die Aktie brach um acht Prozent ein, da Analysten ein besseres Ergebnis erwartet hatten. Henkels Umsatz sank um fünf Prozent auf 20,5 Milliarden Euro, und der Gewinn von Porsche brach um 91,4 Prozent auf 310 Millionen Euro ein, größtenteils aufgrund von Kosten für die Kehrtwende zu mehr Verbrennern. In den USA stützten starke Quartalszahlen von Oracle, getrieben von KI-Investitionen, den S&P 500 und Nasdaq, während der Dow Jones unter Inflationssorgen litt.

Inflation und Ausblick

Die Inflation in Deutschland lag im Februar bei 1,9 Prozent, unter der Zwei-Prozent-Marke, doch Experten erwarten, dass die durch den Krieg nach oben getriebenen Öl- und Gaspreise die Teuerung im März wieder anfachen werden. Die Dauer des Iran-Konflikts wird als entscheidend für die weitere Inflationsentwicklung angesehen, mit Prognosen, dass die Rate im Gesamtjahr knapp über zwei Prozent liegen könnte.

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