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International 12.03.2026, 11:43 Aktualisiert: 12.03.2026, 15:38

Eskalation im Nahen Osten: Ölpreise trotz Notreserven über 100 US-Dollar

Brent-Rohöl übersteigt 100 USD/Barrel trotz Freigabe von Notreserven durch IEA und USA.

Wichtige Fakten

  • Brent-Rohöl übersteigt 100 USD/Barrel trotz Freigabe von Notreserven durch IEA und USA.
  • UN-Sicherheitsrat verurteilt iranische Angriffe auf Golfstaaten mit 13 von 15 Stimmen.
  • Iranische Angriffe auf Tanker und Ölinfrastruktur blockieren die Straße von Hormus fast vollständig.
  • USA geben 172 Millionen Barrel strategische Ölreserven frei, um Preise zu senken.
  • Tourismusbranche in Golfstaaten verliert täglich rund 600 Millionen Dollar durch Konflikt.

Zusammenfassung der Lage

Die Ölpreise haben trotz historischer Freigaben von Notreserven durch die Internationale Energieagentur (IEA) und einzelne Staaten die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel überschritten. Hintergrund sind eskalierende Konflikte im Nahen Osten, insbesondere iranische Angriffe auf Energieinfrastruktur und Schifffahrtsrouten wie die Straße von Hormus. Diese haben zu Produktionsausfällen und Lieferengpässen geführt, die die Märkte in Aufruhr versetzen. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte die iranischen Attacken auf Golfstaaten in einer Resolution mit 13 von 15 Stimmen und forderte ein sofortiges Ende der Gewalt.

Auswirkungen und Maßnahmen

Die IEA gab 400 Millionen Barrel Notreserven frei, doch die Gewalt übertönte diese Bemühungen. Die USA kündigten an, ab nächster Woche 172 Millionen Barrel ihrer strategischen Reserve freizugeben, um die Preise zu senken. Deutschland will 19,51 Millionen Barrel beitragen, während Länder wie Japan und Südkorea ähnliche Schritte planen. Trotzdem bleiben die Ölpreise auf hohem Niveau, da Sorgen über eine dauerhafte Blockade der Straße von Hormus anhalten, durch die etwa 20 % des weltweiten Öltransports fließen.

Weitere Entwicklungen

Iran setzte seine Angriffe auf Tanker und Ölanlagen fort, mit Vorfällen in Bahrain, Oman, Irak und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Mindestens ein Besatzungsmitglied starb bei Attacken auf Tanker, und die Schifffahrt in der Region ist praktisch zum Erliegen gekommen. Die Tourismusbranche in den Golfstaaten verliert täglich etwa 600 Millionen Dollar, und Metropolen wie Dubai fürchten Imageschäden. Die G7-Staaten kündigten an, Öltanker mit Kriegsschiffen zu eskortieren, doch dies könnte Wochen dauern.

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