Teilen:
Deutsche Exporte trotzen Iran-Krieg: Viertes Plus in Folge dank US-Geschäft
Exporte stiegen saisonbereinigt um 0,9% auf 138 Mrd. Euro.
Wichtige Fakten
- • Exporte stiegen saisonbereinigt um 0,9% auf 138 Mrd. Euro.
- • Exporte in die USA wuchsen um 23% auf 14,1 Mrd. Euro.
- • Überschuss stieg von 14,7 auf 19,1 Mrd. Euro.
- • BIP-plus von 0,3% im ersten Quartal möglich.
- • Iran-Krieg und Ölpreise bremsen Erholung.
Wachstum dank USA-Geschäft
Trotz Belastungen durch den Iran-Krieg sind die deutschen Exporte im Mai überraschend den vierten Monat in Folge gestiegen. Die Ausfuhren wuchsen kalender- und saisonbereinigt um 0,9 Prozent auf 137,9 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Vor allem dank eines starken Geschäfts mit den USA legten die Exporte zu: In die USA wurden Waren im Wert von 14,1 Milliarden Euro exportiert, etwa ein Viertel mehr als im April. „Die US-Wirtschaft dampft weiter“, sagte Chefvolkswirt Alexander Krüger von ABN Amro Deutschland.Europa-Geschäft schwächelt
Neben den USA stiegen auch die Exporte nach China um 7,1 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro. Das Europa-Geschäft hingegen schwächelte: In die EU-Staaten gingen 1,1 Prozent weniger Waren. Die Importe aus Europa sanken ebenfalls. Insgesamt übertrafen die Exporte die Erwartungen der Ökonomen, die mit einem Minus gerechnet hatten. Damit schöpft die deutsche Wirtschaft neue Hoffnung, so der Chefvolkswirt der VP Bank.Iran-Krieg bleibt Risiko
Das Wachstum hat positive Signale für die Gesamtwirtschaft: Einzelhandelsumsätze, Industrieaufträge und Produktion legten im Mai ebenfalls zu. So könnte das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal entgegen vieler Erwartungen wachsen. Ein Risiko bleibt der Iran-Konflikt: US-Präsident Trump hatte den Waffenstillstand für nichtig erklärt. Die steigenden Ölpreise durch den Konflikt treffen die exportorientierte Wirtschaft insbesondere über Transportkosten.Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.