Neue US-Angriffswelle auf Iran: Trump erklärt Waffenruhe für beendet
Wichtige Fakten
- • 17 Tote bei US-Angriffen, darunter drei Revolutionsgardisten.
- • Iran feuert zehn ballistische Raketen auf US-Stützpunkt in Jordanien.
- • Trump erklärt Waffenruhe-Abkommen für "beendet".
- • Angriffe nahe des Atomkraftwerks Buschehr, aber keine Schäden gemeldet.
- • Bestattung von Chamenei in Maschhad unter erhöhter Sicherheit.
Heftige US-Angriffe und iranische Vergeltung
In der noch jungen Eskalation zwischen den USA und Iran haben die USA eine neue Welle von Luftangriffen auf Ziele im Iran durchgeführt. Laut US-Regionalkommando Centcom wurden rund 90 militärische Ziele getroffen. Die Attacken waren heftiger als am Vortag, sollen die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus sichern. Betroffen waren Städte wie Bandar Abbas, Buschehr, Tschahbahar und Sirik. Die iranische Gesundheitsbehörde zählt seit Beginn der neuen Angriffswelle 17 Tote und 78 Verwundete, darunter drei Angehörige der Revolutionsgarden. Offiziellen Angaben zufolge wurde das Atomkraftwerk in Buschehr nicht getroffen. Die staatliche Nachrichtenagentur Mehr berichtete jedoch von Explosionen im Umfeld des AKW und in der Nähe eines Fischereihafens. Ein Feuerwehrmann wurde bei einem Angriff auf den Flughafen Iranshahr getötet.
Iranische Kanonenbootdiplomatie und Jordaniens Rolle
Der Iran antwortete umgehend mit weiteren Attacken auf US-Militäreinrichtungen in Bahrain, Kuwait und Katar - und nun auch in Jordanien. Die Revolutionären Garden feuerten zehn Ballistyczne Raketen auf die jordanische Luftwaffenbasis Asraq, die auch von den USA genutzt wird. Die jordanische Luftabwehr fing nach eigenen Angaben acht Raketen ab, es gab keine Schäden. In den Golfstaaten gab es Luftalarme, aber auch hier wehrten Abwehrsysteme die meisten Geschosse ab und die gemeldeten Schäden blieben gering. Der Iran droht mit weiteren massiven Attacken, sollten die Beschüsse nicht aufhören. Teherans Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf schrieb auf X: "Wer angreift, wird selbst angegriffen" – die alleinige Kontrolle über die Wasserstraße werde man nicht aufgeben.
Kein Ende des Konflikts in Sicht
Präsident Trump tritt trotzige Töne: Auf dem Rückflug vom Nato-Gipfel erklärte er per Kurznachrichtendienst die Waffenruhe für „beendet“. Tatsächlich zeigte man sich vor Journalisten offen für einen “Deal”, doch zugleich droht er mit neuen, schwereren Angriffen auf den Iran. Die Vermittlerstaaten Pakistan und Katar mahnten unterdessen verstärkt zu Ruhe, doch diplomatische Erfolge werden angesichts weiterer Angriffe der USA und der iranischen Attacken auf Schiffe im Persischen Golf immer unwahrscheinlicher. Das zeitgleiche Begräbnis des getöteten obersten iranischen Führers Ali Chamenei – unter schärfsten Sicherheits-Bedingungen in Maschhad spendete der Eskalation zusätzliche Öl ins Feuer.
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