Deutschland rekrutiert indische Fachkräfte gegen den Arbeitskräftemangel
Wichtige Fakten
- • Deutschland benötigt jährlich 288.000 ausländische Arbeitskräfte laut Bertelsmann-Studie.
- • Das Abkommen von 2022 erleichtert die Arbeitsmigration zwischen Indien und Deutschland.
- • Indische Arbeitskräfte in Deutschland stiegen von 23.320 (2015) auf 136.670 (2024).
Fachkräftemangel und demografischer Wandel
Deutschland leidet unter einem zunehmenden Fachkräftemangel, der durch den demografischen Wandel verschärft wird. Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung benötigt die deutsche Wirtschaft jährlich 288.000 ausländische Arbeitskräfte, um einen Rückgang der Erwerbsbevölkerung um 10 % bis 2040 zu verhindern. Besonders betroffen sind traditionelle Handwerksberufe wie Metzger, Bäcker und Maurer, die Nachwuchssorgen haben.
Indien als Lösungsansatz
Um dem Problem zu begegnen, setzt Deutschland verstärkt auf Arbeitskräfte aus Indien. Nach dem 2022 unterzeichneten Migrations- und Mobilitätspartnerschaftsabkommen wurde das Kontingent für Fachkräftevisa für indische Staatsbürger von 20.000 auf 90.000 pro Jahr erhöht. Initiativen wie die Agentur "India Works" vermitteln junge Inder in deutsche Ausbildungsbetriebe, wobei die Zahl der indischen Arbeitskräfte in Deutschland von 23.320 im Jahr 2015 auf 136.670 im Jahr 2024 gestiegen ist.
Praktische Umsetzung und Erfolge
Ein Beispiel ist die Kooperation mit der Freiburger Handwerkskammer, die seit 2022 junge Inder für Metzgerausbildungen anwirbt. Aus anfänglich 13 Auszubildenden sind mittlerweile 200 indische Arbeitskräfte in deutschen Metzgereien tätig. Betriebe wie die von Joachim Lederer betonen, dass sie ohne diese Arbeitskräfte nicht überlebensfähig wären. Auch Kommunen wie Weil am Rhein rekrutieren indische Erzieher für Kindergärten.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.