Sabotage: Zahl der Vorfälle steigt – Bund und Länder fordern mehr Schutz
Wichtige Fakten
- • BKA registrierte bis Ende August 165 Sabotageverdachtsfälle.
- • Dänemark warnt vor russischen Sabotageplänen gegen Rüstungsindustrie.
- • Bundesregierung verhängt Sanktionen wegen Drohnenvorfalls in Leipzig. (19 Wörter)
- • 56 Prozent der Deutschen sehen Sicherheit durch Russland bedroht.
Lagebild zeigt hohe Bedrohung
Die Sabotage- und Spionagebedrohung in Deutschland erreicht neue Dimensionen. Das Bundeskriminalamt (BKA) registrierte in diesem Jahr bis Ende August bereits 165 Sabotageverdachtsfälle sowie über 1.000 verdächtige Drohnen über kritischen Anlagen, wie NDR, WDR und SZ aus einem internen Lagebild berichten. Anschläge auf Umspannwerke in Brandenburg und NRW verdeutlichen die Gefahr. Ein Wachmann wurde in Niedersachsen bei einer Drohnensichtung sogar attackiert.
Politische Debatte über Schutz
Nach den Attacken fordern Politiker und Verbände besseren Schutz für kritische Infrastruktur. NRW-Innenminister Reul plädiert für eigene Drohnenabwehr der Betreiber, die Polizeigewerkschaft mahnt Investitionen an. Das Kritis-Dachgesetz ist in Kraft, aber fehlende Rechtsverordnungen verzögern konkrete Maßnahmen. Auch der Datenschutz müsse überdacht werden, um Videoüberwachung zu ermöglichen.
Internationale Reaktionen und Umfrage
Die Bundesregierung beschuldigt Russland für den Drohnenvorfall in Leipzig und verhängt Sanktionen. Das Weimarer Dreieck unterstützt die Kurs, und Dänemark warnt speziell die Rüstungsindustrie vor russischer Sabotage. Laut ARD-DeutschlandTrend fühlen sich 56 Prozent der Deutschen durch Russland bedroht. Allerdings wächst die Kritik an Waffenlieferungen: 42 Prozent halten sie jetzt für zu weitgehend.
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