Deutschland verliert bei Auslandsinvestitionen immer mehr an Attraktivität
Wichtige Fakten
- • Zahl der Investitionsprojekte sank 2025 um zehn Prozent auf 548.
- • Achter Rückgang in Folge, niedrigster Stand seit 2009.
- • Frankreich führt Europa mit 852 Projekten an, Deutschland auf Platz drei.
- • EY-Chef kritisiert Reformunfähigkeit Deutschlands als Investitionshemmnis.
- • Hohe Steuern, Arbeitskosten, Energiepreise und Bürokratie belasten Standort.
Positionsverlust als Investitionsstandort
Lange war Deutschland ein attraktiver Standort für Investitionen aus dem Ausland. Doch die Zahl der Projekte sinkt seit Jahren – 2025 um zehn Prozent auf nur noch 548, wie eine Auswertung der Beratungsgesellschaft EY zeigt. Dies ist der achte Rückgang in Folge und der niedrigste Stand seit der Finanzkrise 2009. EY-Deutschland-Chef Henrik Ahlers spricht von einem „Alarmsignal für den Standort Deutschland“. Die Bundesrepublik werde abgehängt, während andere europäische Länder wie Frankreich oder Großbritannien – beide trotz Rückgängen weiterhin vor Deutschland liegend – sich besser entwickelten.
Ursachen und Reformstau
Ahlers kritisiert die Geschwindigkeit der Veränderungen: „In Deutschland wird seit Jahren über notwendige Reformen geredet – echte und wirksame Reformschritte gab es allerdings kaum.“ Als Investitionshemmnisse nennt er die hohe Steuerbelastung, hohe Arbeitskosten, teure Energie und eine lähmende Bürokratie. Die „Reformunfähigkeit Deutschlands“ habe sich weltweit herumgesprochen. Europaweit wurden 2025 insgesamt 5.026 Investitionsprojekte angekündigt – sieben Prozent weniger als im Vorjahr.
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