Deutschlands Forschung: Spitzentechnologie ja, Umsetzung oft mangelhaft
Wichtige Fakten
- • Deutschland ist bei KI und Mikroelektronik im internationalen Vergleich schwach positioniert.
- • Die Expertenkommission EFI fordert mehr Synergien zwischen ziviler und militärischer Forschung.
- • Die Bundesregierung priorisiert sechs Zukunftstechnologien in der Hightech Agenda Deutschland.
- • Zivilklauseln an Universitäten erschweren militärische Forschungskooperationen.
- • Das Ziel sind 3,5% der Wirtschaftsleistung für Forschung und Entwicklung.
Forschung und Umsetzung
Deutschlands Forschung ist oft erstklassig, aber zu selten werden daraus konkrete Produkte und Dienstleistungen, wie ein neues Gutachten der Expertenkommission für Forschung und Innovation (EFI) feststellt. Besonders bei sicherheitsrelevanten Technologien und Schlüsseltechnologien wie künstliche Intelligenz und Mikroelektronik besteht im internationalen Vergleich Aufholbedarf, während klimaneutrale Energieerzeugung und Mobilität zu den Stärken zählen.
Empfehlungen und Hürden
Die Gutachter empfehlen mehr Vernetzung und Synergien zwischen ziviler und militärischer Forschung, was durch Zivilklauseln an vielen Universitäten erschwert wird. Forschungsministerin Dorothee Bär hält diese Klauseln für überholt. Zudem wird der Technologietransfer von Wissenschaft in Wirtschaft durch komplexe Prozesse und strenge Datenschutzbestimmungen behindert.
Strategische Maßnahmen
Die Bundesregierung hat die "Hightech Agenda Deutschland" verabschiedet, die sechs Zukunftstechnologien priorisiert: KI, Quantentechnologien, Mikroelektronik, Biotechnologie, (Kern-)Fusion und klimaneutrale Energie sowie Mobilität. Ziel ist es, Innovationen zu beschleunigen, Wirtschaftskraft zu steigern und technologische Abhängigkeiten zu verringern. Die EFI lobt diese Strategie, mahnt aber bessere Kontrolle der Mittel an.
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