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Inland 16.02.2026, 08:58 Aktualisiert: 16.02.2026, 10:01

Diskussion über europäischen Atomschirm: CDU-Politiker dämpfen Erwartungen

Kanzler Merz kündigte deutsch-französische Gespräche über europäische Atomabschreckung an.

Wichtige Fakten

  • Kanzler Merz kündigte deutsch-französische Gespräche über europäische Atomabschreckung an.
  • CDU-Außenpolitiker Laschet sieht keine Priorität für deutsche Beteiligung an Atomwaffen.
  • Außenminister Wadephul verweist auf bestehende nukleare Abschreckung durch NATO-Partner.
  • SPD-Vizekanzler Klingbeil befürwortet Gespräche, lehnt eigene deutsche Atomwaffen aber ab.
  • Die Debatte wird als langfristiges Thema ohne kurzfristige Entscheidung eingestuft.

Debatte um europäische Atomabschreckung

Bundeskanzler Friedrich Merz hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz deutsch-französische Gespräche über eine europäische nukleare Abschreckung öffentlich gemacht, was eine Debatte über die Notwendigkeit eines eigenen europäischen Atomschirms auslöste. Diese Initiative stößt jedoch auf Skepsis innerhalb seiner eigenen Partei, der CDU, wo führende Außenpolitiker die Erwartungen dämpfen.

Zurückhaltung von CDU-Politikern

Armin Laschet, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, betonte, dass eine deutsche Beteiligung an Atomwaffen keine Priorität sei, und warnte davor, dass eine intensivere Diskussion den Eindruck erwecken könnte, Deutschland verzichte freiwillig auf den amerikanischen Atomwaffenschutzschirm. Auch Außenminister Johann Wadephul äußerte sich zurückhaltend und verwies auf die bereits vorhandenen nuklearen Fähigkeiten innerhalb der NATO, einschließlich Frankreichs und Großbritanniens, sowie den US-Schutzschirm.

Unterstützung und Skepsis

Während SPD-Vizekanzler Lars Klingbeil die Gespräche mit Frankreich befürwortete, betonte er gleichzeitig, dass Deutschland am NATO-System der nuklearen Abschreckung festhalten und keine eigenen Atomwaffen anschaffen werde. Die Debatte wird als langfristiges Thema ohne kurzfristige Entscheidung eingestuft, wobei dringlichere Themen wie Verteidigungsausgaben und Wirtschaftsstärkung im Vordergrund stehen.

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