Drastischer Rückgang des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormuz trotz anhaltender Risiken
Wichtige Fakten
- • Täglicher Schiffsverkehr ist um etwa 95% seit Kriegsbeginn im Februar gesunken.
- • 99 Schiffe passierten die Straße im März, viele mit Verbindungen zu Iran oder China.
- • Schiffe weichen auf längere Routen nahe der iranischen Küste aus, um Angriffen zu entgehen.
- • Seit Konfliktbeginn wurden 20 Handelsschiffe vor der iranischen Küste angegriffen.
- • Viele Schiffe schalten ihre Tracking-Systeme aus, um ihre Position zu verschleiern.
Rückgang des Schiffsverkehrs
Seit Beginn des Iran-Konflikts am 28. Februar ist der tägliche Schiffsverkehr in der Straße von Hormuz, einer der weltweit wichtigsten Schifffahrtsrouten, um etwa 95% eingebrochen. Vor dem Konflikt passierten täglich etwa 138 Schiffe die Straße, die ein Fünftel der globalen Ölversorgung transportieren. Im März wurden bisher nur 99 Schiffe gezählt, was einem Durchschnitt von 5-6 Schiffen pro Tag entspricht.
Veränderte Routen und Risiken
Viele Schiffe nehmen nun längere Routen nahe der iranischen Küste, um Angriffen zu entgehen, und verlassen dabei internationale Schifffahrtskanäle. Experten vermuten, dass Iran durch die Androhung von Angriffen und Minen die Kontrolle über die Straße ausübt. Seit Kriegsbeginn wurden 20 Handelsschiffe angegriffen, darunter der thailändische Frachter Mayuree Naree, bei dem drei Besatzungsmitglieder vermisst werden.
Strategien zur Vermeidung
Um nicht entdeckt zu werden, schalten viele Schiffe ihre automatischen Identifikationssysteme (AIS) aus, was ihre Position verschleiert, aber auch die Überwachung erschwert. Die Bedrohungen umfassen Drohnen, Raketen, Schnellboote und mögliche Minen, was herkömmliche Minenräumarbeiten schwierig macht. Iran nutzt zudem die geografischen Gegebenheiten der engen und bergigen Straße für erhöhte Angriffe aus.
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