Hantavirus-Ausbruch: Vorbereitungen für Ankunft der MS Hondius auf Teneriffa laufen
Wichtige Fakten
- • Drei Todesfälle durch Hantavirus an Bord der MS Hondius.
- • Über 60 Kontaktpersonen in Südafrika unter Beobachtung.
- • Schiff erreicht Teneriffa am Wochenende, Evakuierung geplant.
- • USA schicken CDC-Team zur Quarantäne in Nebraska.
- • Spanien bereitet beispiellose Operation zur Repatriierung vor.
Schiffsankunft auf Teneriffa erwartet
Das von einem Hantavirus-Ausbruch betroffene Kreuzfahrtschiff MS Hondius wird am Wochenende auf Teneriffa (Kanarische Inseln) erwartet. Die spanischen Behörden bereiten eine beispiellose Operation vor, um die rund 149 verbliebenen Passagiere und Besatzungsmitglieder zu evakuieren. Aufgrund von Wetterbedingungen steht dafür nur ein Zeitfenster von etwa 24 Stunden am Sonntag zur Verfügung. Das Schiff wird vor Anker gehen, um direkten Kontakt mit der Lokalbevölkerung zu vermeiden.
Internationale Suche nach Kontaktpersonen
In Südafrika suchen die Behörden nach über 60 möglichen Kontaktpersonen, die mit einer verstorbenen niederländischen Patientin in Kontakt gekommen waren. Die Frau war nach dem Ausbruch an Bord mit einem Linienflug von St. Helena nach Johannesburg geflogen. Auch in anderen Ländern wie Spanien, den USA und Großbritannien laufen Untersuchungen. Bisher gibt es keine bestätigten Folgeinfektionen, aber mehrere Verdachtsfälle werden untersucht.
Repatriierungspläne vieler Länder
Mehrere Länder, darunter die USA, Großbritannien und Deutschland, haben angekündigt, ihre Bürger von Teneriffa auszufliegen. Die USA planen, die Passagiere nach einer Quarantäne im Bundesstaat Nebraska unterzubringen. Das US-Seuchenschutzbehörde CDC entsendet Personal auf die Kanaren, um die Amerikaner zu begleiten. Der WHO zufolge bleibt das Risiko für die Allgemeinbevölkerung gering, da der Erreger nur durch sehr engen Kontakt übertragen wird.
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