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Gesellschaft 28.05.2026, 07:14

Ebola-Patient in Charité auf dem Weg der Besserung – Gesundheitsministerin kündigt Reformen an

Ebola-Patient an Charité hat fast normale Laborwerte.

Wichtige Fakten

  • Ebola-Patient an Charité hat fast normale Laborwerte.
  • Viruskonzentration beim US-Arzt fiel rapide ab.
  • Familie in Quarantäne, bisher kein Virus nachgewiesen.
  • Charité versorgt Patient auf Sonderisolierstation.
  • Warken: Gesundheitssicherstellungsgesetz in Vorbereitung.

Zustand des Ebola-Patienten verbessert sich

Dem Ebola-Patienten an der Berliner Charité geht es besser. „Die Laborwerte sind so weit zurückgegangen, dass sie fast wieder normal sind und es dem Patienten den Verhältnissen entsprechend gut geht momentan“, erklärte der Direktor der Klinik für Infektiologie und Intensivmedizin, Leif Erik Sander. Die Viruskonzentration sei über die Woche sehr schnell abgefallen. Der US-amerikanische Arzt hatte sich in Afrika mit dem seltenen Bundibugyo-Ebola-Virus infiziert. Er kam geschwächt in Berlin an, musste aber nicht künstlich beatmet werden. Die Ärzte setzen eine antivirale Kombinationstherapie ein.

Quarantäne für Familie und Einsatz der Charité

Die Familie des Patienten steht unter Beobachtung. Seine Frau und vier Kinder leben in einem getrennten Quarantänebereich und können ihn durch eine Glasscheibe sehen. Bei ihnen sei bisher kein Ebola-Virus nachgewiesen worden. Sie erhalten vorsorglich ein Antikörperpräparat. Die Quarantäne dauert bis zu 21 Tage. Charité-Chef Heyo Kroemer erklärte, die Klinik habe wegen der Sonderisolierstation schnell helfen können. Zugleich mahnte er, Deutschland habe bei größeren biologischen Gefahrenlagen erheblichen Nachholbedarf.

Gesundheitsministerin kündigt Gesetzesinitiative an

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken besuchte die Charité und sprach von einem Gesundheitssicherstellungsgesetz, das derzeit vorbereitet werde. Es solle Zuständigkeiten neu definieren und Kapazitäten für Personal, Material sowie Patientenverlegung in Krisen sichern. Der Referentenentwurf soll bis zum Sommer erarbeitet sein. Weitere Anfragen zur Aufnahme von Ebola-Patienten liegen derzeit nicht vor, so Warken.

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