Ecuadorianische Fischer berichten von US-Drohnenangriff auf ihren Fischkutter
Wichtige Fakten
- • US-Drohnen trafen am 26. März den Fischkutter Don Maca 200 Meilen nordwestlich der Galápagos-Inseln.
- • Die 20-köpfige Crew wurde festgenommen, gefesselt und an El Salvador übergeben, später freigelassen.
- • Seit September gab es 49 Angriffe mit 178 Toten laut Washington Office on Latin America.
- • Die USA liefern keine Beweise für Drogenschmuggel, Rechtsgruppen kritisieren außergerichtliche Tötungen.
- • Ein Anwalt wirft den USA schwere Verstöße gegen internationales Recht vor.
Zusammenfassung
Eine ecuadorianische Fischercrew hat einen Doppeldrohnenangriff und ihre Festnahme durch US-Streitkräfte im Pazifik geschildert. Am 26. März wurde ihr Kutter Don Maca etwa 200 Meilen nordwestlich der Galápagos-Inseln von US-Drohnen getroffen, wobei mehrere Crewmitglieder verletzt wurden. Anschließend wurden sie von einem US-Patrouillenboot aufgenommen, gefesselt und mit Kapuzen über den Köpfen nach El Salvador gebracht, wo sie nach Tagen freigelassen wurden.
Hintergrund
Die USA führen seit September eine militarisierte Offensive gegen mutmaßliche Drogenschmuggler in der Region durch. Laut der Organisation Wola gab es bisher 49 Angriffe mit mindestens 178 Toten. Die betroffenen Fischer bestreiten jegliche Beteiligung am Drogenhandel, und Menschenrechtsgruppen kritisieren die Operationen als außergerichtliche Tötungen ohne ausreichende Beweise. Die USA behaupten, gegen "Narcoterroristen" vorzugehen, um den Drogenfluss in die USA einzudämmen.
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