Ehemaliger Minister wirft MoD Vertuschung bei Atomtest-Veteranen vor
Wichtige Fakten
- • Ex-Minister: MoD hat Informationen über Atomtest-Veteranen zurückgehalten.
- • Ellwood nannte frühere Briefings 'komplette Lüge'.
- • Bis zu 25.000 Briten nahmen an Atomtests von 1952-1967 teil.
- • Veteranen fordern Freigabe medizinischer Unterlagen.
- • MoD bestreitet Vorwürfe und verweist auf Dokumentenprüfung.
Anschuldigungen des Ex-Ministers
Der frühere britische Veteranenminister Tobias Ellwood hat dem Verteidigungsministerium (MoD) vorgeworfen, Informationen über Atomtest-Veteranen absichtlich zurückgehalten zu haben. In einem Interview mit BBC Newsnight erklärte er, dass einige Informationen, die er basierend auf Briefings des MoD an das Parlament weitergegeben hatte, „eine komplette Lüge“ gewesen seien.
Hintergrund und Forderungen der Veteranen
Bis zu 25.000 Angehörige der britischen Streitkräfte, Wissenschaftler und Zivilisten waren zwischen 1952 und 1967 an Atomtests beteiligt, unter anderem in Australien und im Pazifik. Veteranen behaupten, dass die Tests zu schweren Gesundheitsproblemen wie Krebs, Herzkrankheiten und Geburtsfehlern geführt haben. Sie fordern die Freigabe ihrer medizinischen Aufzeichnungen, um einen Zusammenhang nachweisen zu können.
Reaktion des Verteidigungsministeriums
Das MoD bestreitet die Vorwürfe. Ein Sprecher verwies auf eine umfassende Dokumentenprüfung, deren Ergebnisse vollständig veröffentlicht worden seien. Man habe sich verpflichtet, die langjährigen Fragen zu Blut- und Urintests zu beantworten. Das Ministerium würdige den Beitrag der Veteranen zur nationalen Sicherheit.
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