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Gesellschaft 03.09.2026, 05:03 Aktualisiert: 03.09.2026, 08:01

Hohe Zahl tödlicher Unfälle in der britischen Landwirtschaft – Witwe berichtet

22 Arbeiter starben 2025/26 auf britischen Bauernhöfen.

Wichtige Fakten

  • 22 Arbeiter starben 2025/26 auf britischen Bauernhöfen.
  • Höchste Zahl seit einem Jahrzehnt, nur Baugewerbe hat mehr.
  • Pro 100.000 Arbeitern ist die Farmsterblichkeit siebenmal höher.
  • Islwyn Owen starb 2024 nach Sturz in einen Gülleturm.
  • Witwe berichtet von zunehmender Gefahr und Stress für Bauern.

Hintergrund und Fall Islwyn Owen

Die Witwe des walisischen Bauern Islwyn Owen, der 2024 in einen Gülleturm fiel und starb, hat über die zunehmenden Risiken in der Landwirtschaft gesprochen. Ihr Mann verunglückte auf seinem Hof in Bala, Gwynedd, nachdem er auf eine Mauer geklettert war, um Maschinen einzustellen. Trotz seiner Vorsicht – er trug stets einen Helm – erlitt er tödliche Verletzungen. Die Witwe betont, dass der Druck durch Wetter und neue Regeln zum Ausbringen von Gülle die Lage verschärft habe.

Aktuelle Unfallstatistik

Nach Angaben der Health and Safety Executive (HSE) starben in Großbritannien im Jahr 2025/26 insgesamt 22 Landarbeiter bei Arbeitsunfällen – die höchste Zahl seit einem Jahrzehnt. Damit ist die Landwirtschaft nach dem Baugewerbe (27 Tote) der zweitgefährlichste Sektor. Gemessen an der Zahl der Beschäftigten ist die Sterblichkeitsrate pro 100.000 Arbeiter siebenmal höher als im gesamtindustriellen Durchschnitt.

Persönliche Betroffenheit und Forderungen

Margret Owen berichtet, dass sie seit dem Tod ihres Mannes täglich weine, aber langsam Hoffnung schöpfe. Sie appelliert an die Behörden, die Sicherheitsstandards zu erhöhen und Landwirte besser zu unterstützen. Auch andere Vorfälle, wie die kürzlichen Todesfälle von Vater und Sohn in Chester, zeigen die Dringlichkeit. Die Todesrate in der Landwirtschaft sei „beängstigend“, so Owen, angesichts von vier Todesfällen in ihrer Nachbarschaft innerhalb weniger Jahre. Experten fordern daher verstärkte Präventionsmaßnahmen und psychologische Hilfsangebote.

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