Ehemaliger Nato-Chef warnt vor zu großer britischer Militärabhängigkeit von den USA
Wichtige Fakten
- • George Robertson: Hohe Militärabhängigkeit von USA nicht mehr tragbar
- • Diplomatischer Ton zwischen Washington und London auf historischem Tiefpunkt
- • Robertson fordert Erhöhung der britischen Verteidigungsausgaben auf 3,5% des BIP bis 2035
- • Lords-Ausschuss: Beziehung so angespannt wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr
Britisch-amerikanische Beziehungen auf dem Prüfstand
Der ehemalige Nato-Generalsekretär George Robertson warnt, dass die hohe militärische Abhängigkeit Großbritanniens von den USA nicht mehr tragbar sei. Er fordert eine schnellere Hinwendung zu mehr militärischer Autonomie und eine engere Zusammenarbeit mit europäischen Partnern, insbesondere angesichts der wachsenden Differenzen mit Washington.
Historischer Tiefpunkt in den diplomatischen Beziehungen
Robertson bezeichnete den diplomatischen Ton aus dem Weißen Haus unter der Trump-Administration als auf einem „historischen Tiefpunkt“ und betonte, dass sich die traditionellen Verbündeten zunehmend in ihren Werten und außenpolitischen Ansätzen entfernen. Diese Entwicklung werde sich seiner Einschätzung nach auch nach Trumps Amtszeit fortsetzen.
Forderungen nach höheren Verteidigungsausgaben
Der ehemalige britische Verteidigungsminister forderte zudem, dass Großbritannien seine Verteidigungsausgaben bis 2035 auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöhen müsse, um den Nato-Zielen zu entsprechen. Dies sei notwendig, da die USA ihre Außenpolitik zunehmend transaktionaler gestalteten und die Beziehung stärker von den eigenen Beiträgen zur Allianz abhänge.
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