Endometriose: Schnellere Diagnose durch Spuck- und Bauch-Tests
Wichtige Fakten
- • Zwei neue nicht-invasive Tests sollen Endometriose schneller diagnostizieren.
- • Spucktest erbt genetisches Material; Bauchtest misst elektrische Signale im Darm.
- • Frauen warten oft über neun Jahre auf eine Diagnose – wie Betroffene berichten.
Neue Tests für Endometriose
Menschen mit Endometriose, einer schmerzhaften Erkrankung bei einer von zehn Frauen, sollen künftig schneller eine Diagnose erhalten können. Das britische National Institute for Health and Care Excellence (NICE) hat zwei nicht-invasive Tests in einem neuen Richtlinienentwurf für den NHS in England und Wales empfohlen. Ein Spucktest (Endotest) sucht nach genetischem Material, ein anderer (Endosure) misst mit Sensorpads am Bauch elektrische Signale im Darm. Diese können eingesetzt werden, wenn Ärzte aufgrund von Symptomen einen Verdacht haben.
Hintergrund und Bedeutung
Betroffene wie Ami Robertson (23) warteten Jahre auf eine Diagnose, da die Symptome oft unspezifisch sind. Sharan Uppal musste für ihre Tochter Simran (15) privat einen Test bezahlen, weil der NHS keine klare Diagnose liefern konnte. Nach dem positiven Ergebnis konnte sie den Hausarzt zu einer Überweisung drängen. Aktuell ist die Diagnose oft nur durch eine Bauchspiegelung unter Vollnarkose möglich. Die Tests sind nicht als alleinige Diagnose gedacht, sondern sollen den Weg zur Behandlung verkürzen. Emma Cox von Endometriosis UK begrüßt die Entwicklung, betont aber die Notwendigkeit von Schulungen für Hausärzte.
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