Ofgem-Energiepreisdeckel steigt im Juli um 13% aufgrund des Iran-Kriegs
Wichtige Fakten
- • Ofgem-Energiepreisdeckel steigt ab Juli um 13% auf £1.862.
- • Grund sind 25% höhere Großhandelspreise durch Iran-Krieg.
- • 33 Millionen Haushalte in England, Wales und Schottland betroffen.
- • Energieschulden erreichen Rekordhöhe von 4,4 Milliarden Pfund.
- • 40% der Haushalte mit Festtarifen sind nicht betroffen.
Ofgem kündigt Preiserhöhung an
Die britische Energieregulierungsbehörde Ofgem hat angekündigt, dass der Energiepreisdeckel für Haushalte in Großbritannien ab dem 1. Juli um 13% steigen wird. Für einen Durchschnittshaushalt mit 11.500 kWh Gas und 2.700 kWh Strom pro Jahr steigen die jährlichen Kosten von £1.641 auf £1.862 – ein Plus von £221 oder £18 pro Monat. Der Anstieg betrifft rund 33 Millionen Haushalte auf Standard-Variabeltarifen in England, Wales und Schottland. Haushalte mit Festtarifen (etwa 40% der Kunden) sind nicht betroffen.
Iran-Krieg als Hauptgrund
Hauptgrund für die Erhöhung ist der Iran-Krieg und die daraus resultierende Blockade der Straße von Hormus, durch die normalerweise ein Fünftel des weltweiten Öls und Gases transportiert wird. Die Großhandelspreise für Gas sind um 25% gestiegen. Ofgem-CEO Tim Jarvis sagte der BBC, dass die Störungen länger andauern könnten als zunächst gedacht. Die Höhe des nächsten Deckels im Oktober hänge maßgeblich vom Fortgang des Konflikts ab.
Steigende Schulden und staatliche Unterstützung
Die Energieverschuldung der Haushalte hat einen Rekordwert von 4,4 Milliarden Pfund erreicht, wobei über eine Million Haushalte keine Tilgungsvereinbarung haben. Energieminister Ed Miliband bezeichnete die Preiserhöhung als „äußerst unerwünscht“ und kündigte gezielte Unterstützung für Bedürftige an, falls die hohen Preise bis zum Winter anhalten. Zudem plant Ofgem ab 2026, etwa £5 pro Haushalt aufzuschlagen, um bis zu £500 Mio. Schulden zu erlassen.
Änderungen bei der Bemessung und neue Entlastungen
Ofgem hat zudem den typischen Energieverbrauch eines Haushalts von 11.500 kWh Gas und 2.700 kWh Strom auf 9.500 kWh Gas und 2.500 kWh Strom gesenkt, da viele Haushalte ihren Verbrauch reduziert haben. Dadurch ergibt sich zwar rechnerisch ein niedrigerer Deckel, die tatsächlichen Kosten pro Einheit steigen jedoch unverändert. Seit April wurden Inspektionszahlungen für Energiedienstleistungen gestrichen, dafür steigen die Netzinfrastrukturkosten um ca. £6 pro Monat bis 2031.
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