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International 26.02.2026, 11:38 Aktualisiert: 26.02.2026, 18:06

Epstein-Skandal: Clinton-Anhörungen und neue Vorwürfe gegen Trump

Hillary und Bill Clinton werden vor einem Kongress-Ausschuss zu ihren Epstein-Kontakten befragt, die Anhörungen finden nicht öffentlich statt.

Wichtige Fakten

  • Hillary und Bill Clinton werden vor einem Kongress-Ausschuss zu ihren Epstein-Kontakten befragt, die Anhörungen finden nicht öffentlich statt.
  • Demokraten werfen der US-Regierung vor, FBI-Memos zu Missbrauchsvorwürfen einer Frau gegen Donald Trump gezielt zurückzuhalten.
  • In Lettland nutzte Epstein Modelagenturen und Wettbewerbe wie den 'Baltic Beauty Contest', um junge Frauen als Opfer anzuwerben.
  • WEF-Präsident Børge Brende tritt nach Bekanntwerden seiner Kontakte zu Epstein zurück, er hatte über 100 Nachrichten mit ihm ausgetauscht.
  • Die lettische Polizei ermittelt wegen sexueller Ausbeutung und fordert weitere Opfer auf, sich zu melden.

Clintons vor Kongress-Ausschuss

Das Ehepaar Clinton wird vor einem Kongress-Ausschuss zu ihren Verbindungen zu Jeffrey Epstein befragt. Hillary Clinton sagte am 26. Februar 2026 per Videoschalte aus, Bill Clinton folgt einen Tag später. Die Anhörungen finden nicht öffentlich statt, obwohl die Clintons eine öffentliche Befragung gefordert hatten. Hillary Clinton bestritt in ihrer Eröffnungserklärung jegliche Kenntnis von Epsteins kriminellen Aktivitäten und warf den Republikanern vor, mit dem Verfahren Donald Trump schützen zu wollen. Der Ausschussvorsitzende James Comer betonte dagegen das Ziel der Transparenz und kündigte an, Video und Transkripte der Befragungen später zu veröffentlichen.

Vertuschungsvorwürfe gegen US-Regierung

Demokraten um Abgeordneten Robert Garcia werfen der US-Regierung erneut vor, Teile der Epstein-Akten zurückzuhalten, die Missbrauchsvorwürfe einer Frau gegen Präsident Donald Trump enthalten. Laut New York Times und NPR fehlen in den veröffentlichten Dokumenten drei von vier FBI-Memos zu diesen Vorwürfen, während vergleichbare Notizen zu anderen Personen veröffentlicht wurden. Das Justizministerium bestreitet eine gezielte Vertuschung, konnte aber keine direkte Erklärung für die fehlenden Daten liefern. Trump hatte sich zunächst gegen die Aktenfreigabe gewehrt, bis der Kongress sie erzwang, und bestreitet jegliches Fehlverhalten.

Epsteins Netzwerk in Lettland

In Lettland nutzten Modelscouts im Auftrag Jeffrey Epsteins Modelagenturen und Wettbewerbe wie den 'Baltic Beauty Contest', um junge Frauen und Mädchen als potenzielle Missbrauchsopfer anzuwerben. Videos und E-Mails aus den Epstein-Files zeigen, dass Epstein gezielt nach jungen Lettinnen suchte. Eine Frau wurde 2016 in einem Schönheitssalon angesprochen und später von Epstein missbraucht. Die lettischen Modelagenturen weisen jede Verantwortung von sich, während die Polizei nun Ermittlungen wegen sexueller Ausbeutung aufgenommen hat und Opfer zur Meldung auffordert, um mehr über Epsteins Netzwerk im Baltikum herauszufinden.

Internationale Rücktritte und Ermittlungen

Im Zuge der Enthüllungen tritt Børge Brende, Präsident des Weltwirtschaftsforums (WEF), nach Bekanntwerden seiner Kontakte zu Epstein zurück. Laut den Epstein-Akten hatte er mehrere Abendessen mit dem Sexualstraftäter und tauschte über 100 Nachrichten mit ihm aus, auch nach Epsteins Verurteilung. In Norwegen laufen Ermittlungen gegen weitere hochrangige Persönlichkeiten wie den Ex-Regierungschef Thorbjørn Jagland, während die Kronprinzessin Mette-Marit sich für ihre Freundschaft zu Epstein entschuldigt hat. Diese Entwicklungen zeigen die weitreichenden internationalen Verstrickungen im Epstein-Skandal.

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