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International 10.02.2026, 11:31 Aktualisiert: 10.02.2026, 23:08

Epstein-Skandal: Neue Enthüllungen in den USA belasten Trump und internationale Netzwerke

Ghislaine Maxwell verweigerte Aussage vor US-Kongress und bot Begnadigung gegen Aussage an.

Wichtige Fakten

  • Ghislaine Maxwell verweigerte Aussage vor US-Kongress und bot Begnadigung gegen Aussage an.
  • US-Handelsminister Lutnick besuchte Epsteins Insel 2012, obwohl er Kontaktabbruch 2005 behauptete.
  • FBI-Dokument nennt Trump-Telefonat 2006, in dem er Epstein-Verhalten als bekannt bezeichnete.
  • EU-Abgeordnete fordern Europol-Einsatz zur Aufklärung grenzüberschreitender Epstein-Netzwerke.
  • Neue Namen in unzensierten Akten: US-Unternehmer Wexner und fünf weitere Männer.

Zusammenfassung

Der Epstein-Skandal weitet sich mit neuen Enthüllungen aus den USA weiter aus, während in Europa Forderungen nach einer koordinierten Aufarbeitung durch EU-Behörden wie Europol und Geldwäschebehörden laut werden. Die Komplizin des verstorbenen US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, Ghislaine Maxwell, hat eine Aussage vor dem US-Repräsentantenhaus verweigert und ihr Anwalt stellte eine Aussage im Falle einer Begnadigung in Aussicht. Maxwell, die eine 20-jährige Haftstrafe absitzt, bot an, das Ehepaar Clinton und US-Präsident Donald Trump in der Affäre zu entlasten, was Demokraten als Versuch werten, Trump zu einer Begnadigung zu bewegen.

Internationale Ermittlungen und neue Dokumente

In den USA belasten neue FBI-Dokumente Präsident Trump: Ein ehemaliger Polizeichef aus Palm Beach gab an, Trump habe ihn 2006 angerufen und gesagt, "jeder" wisse von Epsteins Verhalten. Trump bestreitet dies und behauptet, von den Verbrechen nichts gewusst zu haben. Zudem besuchte US-Handelsminister Howard Lutnick 2012 Epsteins Privatinsel, obwohl er zuvor einen Kontaktabbruch 2005 behauptet hatte, was Rücktrittsforderungen auslöste. In Europa laufen Ermittlungen in Großbritannien, Frankreich und Norwegen gegen ehemalige Politiker, und EU-Abgeordnete wie Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) und Katarina Barley (SPD) fordern Europol zur Unterstützung nationaler Ermittlungen auf.

Weitere Enthüllungen und politische Reaktionen

Durch die Veröffentlichung unzensierter Epstein-Akten wurden sechs weitere Namen bekannt, darunter US-Unternehmer Leslie Wexner, was Fragen nach der Transparenz der Aufklärung aufwirft. In Deutschland übt die Grünen-Bundestagsfraktion weiter scharfe Kritik an der Bundesregierung für deren zurückhaltende Haltung und fordert eigene Nachforschungen zu möglichen Verbindungen nach Deutschland. Die wachsende Beweislage und internationale Dimension des Skandals erhöhen den Druck auf Regierungen weltweit, während täglich neue Details ans Licht kommen.

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