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International 10.02.2026, 14:19 Aktualisiert: 10.02.2026, 23:05

EU-Parlament beschließt finale Liste sicherer Herkunftsstaaten

Das EU-Parlament hat Kosovo, Bangladesch, Kolumbien, Ägypten, Indien, Marokko und Tunesien als sichere Herkunftsstaaten eingestuft.

Wichtige Fakten

  • Das EU-Parlament hat Kosovo, Bangladesch, Kolumbien, Ägypten, Indien, Marokko und Tunesien als sichere Herkunftsstaaten eingestuft.
  • Asylanträge von Staatsangehörigen dieser Länder sollen beschleunigt geprüft werden.
  • Die Beweislast liegt stärker bei den Asylsuchenden, der Arbeitsmarktzugang ist oft eingeschränkt.
  • Die Regelung ist Teil des EU-Migrations- und Asylpakets, das im Juni 2026 in Kraft treten soll.
  • Kritik kommt von 39 Such- und Rettungsorganisationen sowie Menschenrechtsgruppen wie Pro Asyl und SOS Humanity.

Finale Abstimmung im EU-Parlament

Das Europäische Parlament hat final eine EU-weite Liste sicherer Herkunftsstaaten gebilligt, die Kosovo, Bangladesch, Kolumbien, Ägypten, Indien, Marokko und Tunesien umfasst. Für Asylsuchende aus diesen Ländern gelten nun strengere Regeln und beschleunigte Verfahren, wobei die Beweislast stärker bei den Antragstellenden liegt und der Arbeitsmarktzugang häufig eingeschränkt ist.

Ziele und Kritik der Regelung

Ziel der Regelung ist es, Asylverfahren innerhalb der EU zu vereinheitlichen und zu verkürzen, wobei grundsätzlich auch EU-Beitrittskandidaten als sicher gelten sollen, außer bei Krieg oder schweren Menschenrechtsverletzungen. Kritik kommt von 39 Such- und Rettungsorganisationen sowie Menschenrechtsgruppen wie Pro Asyl und SOS Humanity, die die Liste ablehnen und befürchten, dass Asylsuchende weniger Rechte haben, was integrationspolitisch problematisch sein könnte.

Einbettung in das Asylpaket

Die Einstufung ist Teil des umfassenden EU-Migrations- und Asylpakets, das im Juni 2026 in Kraft treten soll. Der Grünen-Europaabgeordnete Erik Marquardt merkt an, dass Abschiebungen durch die Regelung nicht erleichtert werden, sondern vor allem Verfahren effizienter gestaltet werden sollen, während Kritiker die Auswirkungen auf die Rechte der Betroffenen betonen.

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