EU-Parlament beschließt 90-Prozent-Klimaziel für 2040 mit Kompromissen
Wichtige Fakten
- • EU-Parlament beschließt 90% Emissionssenkung bis 2040 gegenüber 1990.
- • Mitgliedstaaten müssen 85% im Inland reduzieren, 5% via Auslandskredite.
- • Benzin/Erdgas erst ab 2028 im Emissionshandel (statt 2027).
- • Ziel ergänzt 55%-Senkung bis 2030 und Klimaneutralität 2050.
- • Formelle Annahme durch EU-Staaten für März 2026 geplant.
Beschluss und Kompromiss
Das EU-Parlament hat mit breiter Mehrheit ein neues Klimaziel für 2040 beschlossen: Die Treibhausgasemissionen sollen bis dahin um 90 Prozent gegenüber 1990 sinken. Dieser Kompromiss folgte langen Verhandlungen, in denen der ursprüngliche Vorschlag der EU-Kommission aufgrund wirtschaftlicher und geopolitischer Bedenken abgeschwächt wurde.
Flexible Umsetzung
Die Mitgliedstaaten müssen nur 85 Prozent der Emissionen im Inland reduzieren; bis zu fünf Prozentpunkte können sie ab 2036 durch Investitionen in Klimaprojekte im Ausland (z.B. Solarparks) ausgleichen. Zudem werden Benzin und Erdgas erst ab 2028 – ein Jahr später als geplant – in den Emissionshandel einbezogen, um Preissprünge für Verbraucher zu vermeiden.
Einbindung in Gesamtstrategie
Das 2040-Ziel ergänzt die bestehenden EU-Klimaziele: eine 55-prozentige Senkung bis 2030 und Klimaneutralität bis 2050. Die formelle Annahme durch die EU-Mitgliedsstaaten ist für Anfang März 2026 vorgesehen und gilt als Formsache.
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