US-Angriff zerstört größte iranische Brücke – Trump droht mit Eskalation und neuer Zeitplan
Wichtige Fakten
- • US-Angriff zerstörte größte Brücke Irans bei Karaj: 8 Tote, 95 Verletzte laut Iran.
- • Trump kündigt in TV-Ansprache an, Iran innerhalb von 2-3 Wochen 'in die Steinzeit zurückzubomben'.
- • Über 100 Völkerrechtsexperten kritisieren US-Angriffe auf zivile Infrastruktur als Kriegsverbrechen.
- • Suche nach Besatzung eines abgeschossenen US-Kampfjets (F-15E) in Iran läuft.
- • Ölpreise stiegen stark: Brent +8%, US-Öl +11% nach Angriffen auf Kuwait.
US-Angriff auf größte iranische Brücke und Eskalation der Gewalt
Die USA haben in der Nacht massive Angriffe auf den Iran geflogen und dabei die größte Brücke des Landes, die B1-Brücke bei Karaj, zum Einsturz gebracht. Die Brücke befand sich noch im Bau und war Teil der Pendlerroute zwischen Karaj und Teheran. Nach iranischen Medienberichten wurden bei dem Angriff acht Menschen getötet und 95 weitere verletzt, viele davon waren zum persischen Neujahrsfest (Nowruz) in der Nähe. US-Präsident Donald Trump drohte auf seiner Plattform "Truth Social" mit weiteren Angriffen auf Brücken und Kraftwerke und forderte den Iran auf, "einen Deal zu machen, bevor nichts mehr übrig ist". In einer TV-Ansprache kündigte er an, den Iran innerhalb von "zwei bis drei Wochen in die Steinzeit zurückzubomben". Irans Außenminister Abbas Araghchi verurteilte das Bombardement und erklärte, Angriffe auf zivile Bauwerke würden die Iraner nicht zum Aufgeben zwingen.
Internationale Reaktionen und völkerrechtliche Kritik
Über 100 Völkerrechtsexperten haben in einem offenen Brief schwere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht durch die USA, Israel und den Iran angeprangert. Sie kritisieren insbesondere Trumps Drohungen, iranische Kraftwerke zu zerstören, sowie Äußerungen von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, der erklärte, dem Feind sei "kein Pardon" zu gewähren. Die Experten betonen, dass Angriffe auf zivile Infrastruktur wie Brücken und Kraftwerke grundsätzlich verboten sind und Kriegsverbrechen darstellen können. Das Weiße Haus wies die Kritik zurück und behauptete, Trump mache die Region sicherer. Parallel dazu hat der UN-Sicherheitsrat eine für Freitag geplante Abstimmung über eine Resolution zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus verschoben.
Weitere Angriffe und humanitäre Auswirkungen
Die Gewalt im Nahen Osten setzt sich unvermindert fort: Israel wurde erneut mit Raketen aus dem Iran beschossen, wobei ein Haus in einem Vorort von Tel Aviv schwer beschädigt wurde. In Kuwait geriet eine Ölraffinerie nach einem Drohnenangriff in Brand, und eine Wasserentsalzungsanlage wurde attackiert. Die Ölpreise sind infolge der Angriffe stark gestiegen: Brent-Rohöl legte um fast 8% zu, US-Öl um mehr als 11%. Zudem wurden menschliche Überreste an Bord des thailändischen Frachters Mayuree Naree gefunden, der im März in der Straße von Hormus beschädigt wurde. UN-Generalsekretär António Guterres warnte vor einer weiteren Eskalation zum Weltkrieg und forderte ein sofortiges Ende der "Spirale aus Tod und Zerstörung".
Neue Entwicklungen und diplomatische Initiativen
Der Iran hat behauptet, einen US-Kampfjet abgeschossen zu haben, wobei es sich laut Experten um eine F-15E handelt, nicht wie zunächst gemeldet um eine F-35. Die USA suchen derzeit nach der Besatzung des abgestürzten Flugzeugs, haben aber offiziell noch nicht Stellung genommen. Der ehemalige iranische Außenminister Javad Zarif schlug in einem Artikel in "Foreign Affairs" einen Friedensplan vor, der unter anderem die Aufgabe des iranischen Atomwaffenprogramms und die Aufhebung von Sanktionen vorsieht. Diese Initiative könnte auf zumindest informelle Zustimmung innerhalb der iranischen Führung hindeuten. Zugleich berichten Flüchtlinge an der türkisch-iranischen Grenze von anhaltenden Bombardierungen und einer zunehmend prekären humanitären Lage im Iran.
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