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International 11.03.2026, 09:01 Aktualisiert: 11.03.2026, 23:05

Eskalation im Nahen Osten: Neue Angriffswellen und humanitäre Krise verschärfen sich

Iran startete neue Angriffe auf US-Basen in Qatar, Kuwait und Irak sowie auf saudische Ölfelder.

Wichtige Fakten

  • Iran startete neue Angriffe auf US-Basen in Qatar, Kuwait und Irak sowie auf saudische Ölfelder.
  • Drei Handelsschiffe wurden im Golf von Oman getroffen; Iran droht mit Blockade der Straße von Hormus.
  • In Beirut wurden sieben Menschen bei israelischen Angriffen getötet; 570 Tote im Libanon seit Kriegsbeginn.
  • Iran zieht Teilnahme an der Fußball-WM 2026 in Frage wegen Sicherheitsbedenken und politischer Spannungen.
  • Internet in Iran ist zu 99% abgeschaltet; Bürger nutzen Starlink trotz Gefahr von Haftstrafen.

Eskalation der Kämpfe und humanitäre Folgen

Der Krieg im Nahen Osten eskaliert weiter mit neuen heftigen Angriffswellen. Iran meldete die bisher intensivsten Angriffe auf Ziele in Israel und mehreren Golfstaaten, darunter Dubai, wo ein Geschoss in der Nähe des Flughafens einschlug und Verletzte forderte. Der iranische Staatssender Irib berichtete unter Berufung auf die Revolutionsgarde, die jüngste Angriffswelle sei die "intensivste und schwerste" gewesen, mit Angriffen auf Tel Aviv, Jerusalem und Haifa sowie auf US-Ziele in Erbil, Bahrain und Kuwait. Israel setzte seine Attacken auf Hisbollah-Ziele im Libanon fort und traf ein Wohngebäude in Beirut, wobei mindestens vier Menschen getötet wurden. Nach offiziellen Angaben aus Beirut wurden bisher nahezu 760.000 Menschen im Libanon vertrieben. Inzwischen wurden sieben Menschen bei israelischen Angriffen im Bekaa-Tal getötet, und die Gesamtzahl der Toten im Libanon seit Kriegsbeginn liegt bei 570.

Auswirkungen auf Handel und Sicherheit

Die Handelsschifffahrt im Persischen Golf ist durch iranische Raketen und Drohnen stark gefährdet; drei Frachtschiffe wurden kürzlich im Golf von Oman getroffen, darunter ein thailändisches und ein japanisches Schiff. Iran erklärte, Schiffe benötigten eine Genehmigung Teherans für die Durchfahrt der Straße von Hormus, und drohte, kein Öl für die USA, Israel und ihre Partner passieren zu lassen, was den Welthandel weiter beeinträchtigt. Deutschland zog Mitarbeiter aus Erbil ab, während die US-Armee iranische Minenleger-Schiffe zerstörte, um die Meerenge zu schützen. Das US-Militär gab an, über 5.500 Ziele in Iran angegriffen und 60 iranische Schiffe getroffen zu haben, wobei 7 US-Soldaten durch iranische Angriffe starben. Die Ölpreise stiegen auf bis zu 120 Dollar pro Barrel, bevor sie sich auf etwa 87 Dollar einpendelten.

Humanitäre Krise und Alltagsleben in Iran

Die anhaltenden Kämpfe führen zu einer humanitären Krise in Iran, wo das Internet zu 99% abgeschaltet ist und Bürger Starlink-Geräte trotz Gefahr von Haftstrafen nutzen, um mit der Außenwelt zu kommunizieren. Viele Menschen in Teheran fliehen in sicherere Regionen wie Rasht am Kaspischen Meer, während andere zu Hause Schutz suchen und über Stress und Verluste berichten. Die Vorbereitungen auf das persische Neujahrsfest Nowruz sind aufgrund der Angriffe stark beeinträchtigt, mit leeren Straßen und Metros. Iran zieht zudem seine Teilnahme an der Fußball-WM 2026 in Frage, da Sicherheitsbedenken und politische Spannungen mit den USA bestehen.

Politische Reaktionen und internationale Spannungen

Die politischen Reaktionen bleiben gespalten, mit US-Präsident Trump, der Iran vor weiteren Konsequenzen warnt, und israelischem Premierminister Netanyahu, der darauf abzielt, das iranische Regime zu zerstören. Experten warnen vor den langfristigen Folgen des Konflikts, ähnlich den Golfkriegen der Vergangenheit, die zu Instabilität und neuen Konflikten führten. Die Situation bleibt angespannt mit weiterhin hohem Eskalationsrisiko, während internationale Allianzen unter Druck geraten und wirtschaftliche Auswirkungen global spürbar sind.

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