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International 11.03.2026, 09:01 Aktualisiert: 11.03.2026, 18:05

Krieg im Nahen Osten eskaliert weiter: Neue Angriffswellen und steigende Opferzahlen

Iran meldete die bisher intensivste Angriffswelle auf Israel und US-Ziele in Golfstaaten mit Verletzten in Dubai.

Wichtige Fakten

  • Iran meldete die bisher intensivste Angriffswelle auf Israel und US-Ziele in Golfstaaten mit Verletzten in Dubai.
  • Israel griff ein Wohngebäude in Beirut an und tötete mindestens vier Menschen; 760.000 Libanesen wurden vertrieben.
  • US-Militär griff über 5.500 Ziele in Iran an und zerstörte 60 iranische Schiffe; 7 US-Soldaten starben durch iranische Angriffe.
  • Handelsschiffe im Persischen Golf wurden getroffen; Iran fordert Genehmigung für die Durchfahrt der Straße von Hormus.
  • Deutschland zog Mitarbeiter des Generalkonsulats in Erbil ab; Golfstaaten kritisieren mangelnden US-Schutz trotz Milliardeninvestitionen.

Eskalation der Kämpfe

Der Krieg im Nahen Osten eskaliert weiter mit neuen heftigen Angriffswellen an mehreren Fronten. Iran meldete die bisher intensivsten Angriffe auf Ziele in Israel und mehreren Golfstaaten, darunter Dubai, wo ein Geschoss in der Nähe des Flughafens einschlug und Verletzte forderte. Der iranische Staatssender Irib berichtete unter Berufung auf die Revolutionsgarde, die jüngste Angriffswelle sei die "intensivste und schwerste" gewesen, mit Angriffen auf Tel Aviv, Jerusalem und Haifa sowie auf US-Ziele in Erbil, Bahrain und Kuwait. Israel setzte seine Attacken auf Hisbollah-Ziele im Libanon fort und traf ein Wohngebäude in Beirut, wobei mindestens vier Menschen getötet wurden. Nach offiziellen Angaben aus Beirut wurden bisher nahezu 760.000 Menschen im Libanon vertrieben.

Auswirkungen auf Handel und Sicherheit

Die Handelsschifffahrt im Persischen Golf ist durch iranische Raketen und Drohnen stark gefährdet; mehrere Schiffe wurden getroffen und beschädigt. Die britische Behörde UKMTO meldete Angriffe auf ein Containerschiff an der Einfahrt zur Straße von Hormus und einen Massengutfrachter vor Dubai. Iran erklärte, Schiffe benötigten eine Genehmigung Teherans für die Durchfahrt der Straße von Hormus, was den Welthandel weiter beeinträchtigt. Deutschland zog Mitarbeiter aus Erbil ab, während die US-Armee iranische Minenleger-Schiffe zerstörte, um die Meerenge zu schützen. Das US-Militär gab an, über 5.500 Ziele in Iran angegriffen und 60 iranische Schiffe getroffen zu haben, wobei 7 US-Soldaten durch iranische Angriffe starben.

Politische Reaktionen und Kritik

Die anhaltenden Kämpfe lassen kein baldiges Ende des Konflikts erkennen. US-Präsident Trump stellte ein baldiges Kriegsende in Aussicht, doch Experten wie Politikberater Bishara Bahbah kritisieren dies als unrealistisch. Bahbah warnt vor einem schwindenden Einfluss der USA in der Golfregion, da arabische Staaten trotz Milliardeninvestitionen in US-Waffen mangelnden Schutz kritisieren und über einen Abzug von Geldern aus den USA nachdenken. Frankreichs Präsident Macron forderte ein Ende der Gewalt im Libanon und appellierte an die Hisbollah, Angriffe einzustellen, und an Israel, die libanesische Souveränität zu respektieren. Die Situation bleibt angespannt mit weiterhin hohem Eskalationsrisiko.

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