EU-Industriestrategie 'Made in Europe' löst Bedenken über Handelsbarrieren aus
Wichtige Fakten
- • EU plant 'Made in Europe'-Gesetz für öffentliche Beschaffung und Verbraucherschemata.
- • UK-Minister warnt vor Handelsbarrieren und höheren Kosten in integrierten Lieferketten.
- • Strategie zielt auf Sektoren wie Verteidigung, KI und saubere Technologien ab.
- • Deutschland und Italien äußern Kritik an zu engen Regeln der EU-Strategie.
Zusammenfassung
Die Europäische Union bereitet eine 'Made in Europe'-Industriestrategie vor, die europäische Produkte in öffentlichen Beschaffungsverfahren und Verbraucherschemata priorisieren soll. Laut dem britischen Minister für EU-Beziehungen, Nick Thomas-Symonds, könnten strenge Präferenzanforderungen die tief integrierten Lieferketten zwischen dem UK und der EU beeinträchtigen, unnötige Handelsbarrieren schaffen und Kosten erhöhen. Die Strategie zielt darauf ab, die Abhängigkeit von Importen zu verringern und lokale Produktion in strategischen Sektoren wie Verteidigung, KI und sauberen Technologien zu fördern, um die Wettbewerbsfähigkeit angesichts geopolitischer Unsicherheiten zu steigern.
Hintergrund und Reaktionen
Die EU-Führung einigte sich im Februar auf eine 'Buy European'-Politik, um die Zukunft des Kontinents zu sichern. Während Frankreich das Programm befürwortet, haben Deutschland und Italien Bedenken geäußert, dass die Regeln zu eng gefasst sein könnten, insbesondere für globale Automobilhersteller. Die EU-Kommission wird voraussichtlich noch in diesem Monat den Industrial Accelerator Act veröffentlichen, der Ziele für europäischen Inhalt in Produkten wie Solarpanelen und Elektrofahrzeugen festlegt. Das UK, das nicht Teil des Plans ist, sucht unter der Regierung von Keir Starmer nach Möglichkeiten, den Zugang zum Binnenmarkt durch sektorale Abkommen zu vertiefen.
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