EU verhängt Sanktionen wegen russischer Cyberangriffe
Wichtige Fakten
- • Deutschland bestellte russischen Botschafter wegen Cyberangriffen ein.
- • FSB-Einheit soll seit 2010 Cyberspionage in Frankreich betrieben haben.
- • EU verhängte Sanktionen gegen neun Individuen und vier Organisationen.
- • Großbritannien sanktionierte 24 Personen wegen Cybersabotage.
- • Angriffe zielten auf Verteidigungsindustrie und kritische Infrastruktur.
Hintergrund und Vorwürfe
Deutschland und weitere EU-Länder haben Russland für schwere Cyberangriffe auf staatliche Stellen verantwortlich gemacht. Die Vorwürfe richten sich gegen eine Cybereinheit des russischen Inlandgeheimdienstes FSB, die Angriffe gegen staatliche Stellen in mehreren EU-Staaten durchgeführt haben soll. Betroffen sind unter anderem Frankreich, Polen, Zypern, die Niederlande, Österreich, die Slowakei, Rumänien und Finnland. Die Angriffe reichten von Cyberspionage über Sabotageakte gegen kritische Infrastruktur bis hin zum Eindringen in Regierungsnetzwerke.
Diplomatische Reaktionen
Das Auswärtige Amt in Berlin bestellte den russischen Botschafter ein und erklärte die Cyberangriffe für inakzeptabel. Auch Frankreich kündigte die Einbestellung des russischen Botschafters an. Die EU brachte daraufhin neue Sanktionen auf den Weg, die sich gegen neun Einzelpersonen sowie vier Einrichtungen und Organisationen richten, darunter Offiziere des GRU sowie Cyberkriminelle. Parallel verhängte Großbritannien Sanktionen gegen 24 Personen und Organisationen, um die Urheber der Cyberangriffe zu treffen.
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