Nach erneuten Todesfällen: Kritik an Del Monte und G4S auf kenianischer Ananasfarm
Wichtige Fakten
- • Drei Männer starben bei Vorfällen unter Beteiligung von G4S-Wachen auf der Del Monte Farm.
- • Stephen Kibandi wurde im August 2025 von einem Polizisten erschossen, während er sich ergab.
- • Haron Kibandi erlag im April Kopfverletzungen, nachdem G4S-Wachen Steine warfen.
- • Michael Muiruri starb, nachdem ein G4S-Fahrzeug sein Motorrad von hinten rammte.
- • Senator Joe Nyutu fordert unabhängige Untersuchung der sicherheitsrelevanten Vorfälle.
Hintergrund und Vorfälle
Auf der Del Monte Ananasfarm in Kenia, die als einer der größten Exporteure des Landes gilt, sind innerhalb eines Jahres drei Männer unter Beteiligung von Sicherheitskräften ums Leben gekommen. Die Todesfälle ereigneten sich, nachdem Del Monte das Sicherheitspersonal durch G4S ersetzt hatte, nachdem frühere Tötungen durch das Guardian öffentlich gemacht wurden. Im August 2025 wurde Stephen Marubu Kibandi (34) von einem Polizisten erschossen, der mit G4S-Wachen zusammenarbeitete, obwohl er sich angeblich mit erhobenen Händen ergeben hatte. Sein Bruder Haron Kame Kibandi (27) starb im April 2025 an Kopfverletzungen, nachdem er von Steinen getroffen wurde, die G4S-Wachen geworfen haben sollen. Ein dritter Mann, Michael Muiruri (31), wurde von einem G4S-Pickup angefahren und getötet.
Reaktionen
Der kenianische Senator Joe Nyutu forderte eine unabhängige Untersuchung der Vorfälle. G4S bestreitet jegliches Fehlverhalten und verweist auf Polizeieinsätze oder Verkehrsunfälle. Auch die Polizei verteidigt ihr Vorgehen und betont verbesserte Sicherheitslage durch ihre Anwesenheit. Del Monte gibt an, Beschwerden ernst zu nehmen und Schulungen für Sicherheitskräfte durchzuführen. Menschenrechtsaktivisten fürchten jedoch weitere Todesfälle, da die Beteiligung der Polizei die Strafverfolgung erschwert.
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