EU und NATO verurteilen russische Cyberangriffe und verhängen Sanktionen
Wichtige Fakten
- • EU legt nach Cyberangriffen Sanktionen gegen Russland fest.
- • Russlands Botschafter in Berlin einbestellt, Vorwürfe zurückgewiesen.
- • Betroffen: Deutschland, Frankreich, Polen, Niederlande und weitere EU-Staaten.
Synthese der Ereignisse
Deutschland und die EU-Staaten haben russische Geheimdienste, insbesondere den FSB, für umfangreiche Cyberangriffe gegen staatliche Stellen verantwortlich gemacht. Laut EU-Außenbeauftragter Kaja Kallas führte die Cybereinheit des FSB Angriffe gegen deutsche Behörden sowie in Frankreich Cyber-Spionage seit 2010. Vorfälle in Polen betrafen kritische Infrastruktur wie KWK-Anlagen. Insgesamt seien neun EU-Länder betroffen.
Diplomatische Maßnahmen
Das Auswärtige Amt bestellte in Berlin den russischen Botschafter ein, mahnte weitere Schritte an. Auch die Niederlande zogen nach, Frankreich kündigte die Einberufung an. Russland bestritt die Vorwürfe als 'unbegründet'. Parallel verhängte die EU Sanktionen gegen neun Personen und vier Einrichtungen, darunter GRU-Offiziere, Hacker und private Firmen.
Internationale Reaktionen und folgen
Großbritannien legte eigene Sanktionen gegen 24 Personen und Cyber-Netzwerke mit Bezügen zum russischen Militärgeheimdienst auf. Die NATO bewertete die Aktivitäten massiv als Bedrohung und bekundete Abwehrbereitschaft nach Völkerrecht. Moskau bestellte den deutschen Botschafter Alexander Lambsdorff wegen anderer Konflikte ins Außenministerium ein.
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