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Politik 13.07.2026, 09:23 Aktualisiert: 13.07.2026, 23:02

Koalition der Willigen startet gemeinsames Raketenabwehrprogramm für Europa

Zehn Länder gründen Koalition zur ballistischen Raketenabwehr.

Wichtige Fakten

  • Zehn Länder gründen Koalition zur ballistischen Raketenabwehr.
  • Gemeinsame Übungsmanöver in Nachbarländern der Ukraine angekündigt.
  • Ukraine bestellt 16 Rafale-Kampfjets und weitere Waffensysteme.
  • Deutschland, Frankreich und UK beteiligt an Koalition.
  • EU beschließt neue Sanktionen gegen russische Cyberangriffe.

Gründung der Raketenabwehrkoalition

Angesichts des anhaltenden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine haben sich Deutschland, Frankreich, Großbritannien und sieben weitere europäische Staaten mit der Ukraine zu einer Koalition zur gemeinsamen Raketenabwehr zusammengeschlossen. Das Bündnis betont den defensiven Charakter und will auf die Erfahrungen der Ukraine im Abwehrkampf zurückgreifen. Geplant sind gemeinsame Übungsmanöver in den Nachbarländern der Ukraine, um die Einsatzbereitschaft zu demonstrieren.

Macron verkündet neue Waffendeals

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gab bekannt, dass die Ukraine neue französisch-italienische Luftverteidigungssysteme sowie 16 Rafale-Kampfjets bestellt hat, die ab 2028/2029 im ukrainischen Luftraum eingesetzt werden sollen. Zudem erteilt Paris der Ukraine Lizenzen zur Produktion verschiedener Waffensysteme, darunter Marschflugkörper vom Typ Scalp. Macron betonte, Europa müsse seine Verteidigungsfähigkeit ausbauen und warnte vor nationalen Alleingängen.

Selenskyj drängt auf Luftverteidigung

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte weitere Lieferungen von Patriot-Luftabwehrsystemen, um die Städte vor russischen Raketenangriffen zu schützen. Er dankte Macron für die Einrichtung des neuen Gremiums und betonte, dass starke Abwehrfähigkeiten entscheidend seien, um den Krieg zu beenden. Selenskyj verlieh Macron den Orden der Freiheit für seine Unterstützung.

Britische Beteiligung an EU-Darlehen

Großbritannien kündigte an, sich an einem 90 Mrd. Euro schweren EU-Darlehen zur Deckung des Verteidigungs- und Haushaltsbedarfs der Ukraine zu beteiligen. Britische Firmen sollen Aufträge über die Gelder erhalten. Zudem verhängte die EU Sanktionen gegen neun Personen und vier Einrichtungen wegen russischer Cyberspionage. Auch Großbritannien verhängte Sanktionen gegen 24 Personen und Einrichtungen, die hinter hybriden Operationen Russlands stehen.

Weitere Entwicklungen

Die Kampfhandlungen an der Front dauern an, mit Schwerpunkt auf Kostjantyniwka, Kramatorsk und Slowjansk. Russland setzte über 150 Gleitbomben ein. Bei ukrainischen Drohnenangriffen in Russland wurden vier Menschen getötet. Der russische Geheimdienst FSB gab an, geplante Angriffe auf zwei Luftwaffenstützpunkte vereitelt zu haben.

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