Ex-Weltbankchef: China soll Nahrungsmittel- und Düngemittelvorräte freigeben
Wichtige Fakten
- • China hat seit März den Export mehrerer Düngemittelarten gestoppt.
- • China produziert etwa 25 % des weltweiten Düngers.
- • Malpass bezeichnet Chinas Status als Entwicklungsland als unglaubwürdig.
- • Die Straße von Hormus ist durch den Iran-Krieg blockiert.
- • Malpass erwartet steigende Preise wegen der Krise.
Ex-Weltbankchef kritisiert China
Der frühere Weltbankpräsident David Malpass hat China aufgefordert, seine Nahrungsmittel- und Düngemittelvorräte freizugeben, um die globale Versorgungskrise zu entschärfen. In einem BBC-Interview kurz vor dem Trump-Xi-Gipfel in Peking warf er dem Land vor, die größten Vorratslager der Welt zu horten. China habe bereits im März den Export mehrerer Düngemittel gestoppt und seit 2021 schrittweise Beschränkungen eingeführt.
Globale Folgen
Die blockierte Straße von Hormus verschärft die Krise, da Düngemitteltransporte ausfallen. Malpass nannte Chinas Anspruch, ein Entwicklungsland zu sein, „unglaubwürdig“ – Peking sei die zweitgrößte Volkswirtschaft und sollte diesen Status in WTO und Weltbank ablegen. Die chinesische Botschaft in Washington wies die Kritik zurück und verwies auf die Stabilität der globalen Märkte sowie eigene Entwicklungsargumente.
Ausblick und US-Perspektive
Malpass hofft, dass China zur Lösung der Krise in der Straße von Hormus beiträgt, da offene Wasserwege auch wirtschaftlich im Interesse Pekings lägen. Für die US-Wirtschaft prognostizierte er steigende Preise, aber auch robuste Arbeitsmarktdaten als Zeichen der Resilienz.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.