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Wirtschaft 02.05.2026, 13:15 Aktualisiert: 02.05.2026, 18:01

EZB hält still, Märkte reagieren: Zinsen steigen trotzdem

EZB hält Leitzins bei 2,0%.

Wichtige Fakten

  • EZB hält Leitzins bei 2,0%.
  • Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf 3,13% gestiegen.
  • Teuerung im Euroraum erreicht 3,0%.
  • Banken verschärfen Kreditstandards deutlich.
  • Bauzinsen für zehnjährige Darlehen liegen bei 4,0%.

Anspannung an den Märkten trotz EZB-Pause

Die Europäische Zentralbank hält den Einlagenzins bei 2,0 Prozent – doch die Finanzmärkte zeigen ein anderes Bild. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe kletterte auf 3,13 Prozent, den höchsten Stand seit 2011. Grund sind gestiegene Inflationsrisiken durch den Iran-Krieg, der einen neuen Energiepreisschock auslöste. Die Teuerung im Euroraum lag im April bei 3,0 Prozent, die Inflationserwartung der Verbraucher für die kommenden zwölf Monate liegt bei 4,0 Prozent.

Folgen für Sparer und Häuslebauer

Für Sparer gibt es eine gute Nachricht: Festgeldzinsen steigen. Laut Vergleichsportal Verivox liegen sie für zwei Jahre Laufzeit im Schnitt bei 2,25 Prozent. Häuslebauer hingegen müssen tiefer in die Tasche greifen: Die Bauzinsen für zehnjährige Darlehen erreichten durchschnittlich 4,0 Prozent. Banken verschärfen zudem ihre Kreditstandards so stark wie seit über zwei Jahren nicht mehr – die Konjunktur leidet bereits. Als Reaktion auf die Inflationsrisiken erwarten Investoren zwei Zinserhöhungen der EZB bis September. Die Währungshüter stehen vor einem klassischen Dilemma: Höhere Zinsen bremsen zwar die Inflation, würgen aber zugleich die Wirtschaft ab.

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