EZB vor Zinsentscheid: Inflation und Konjunktur im Clinch
Wichtige Fakten
- • EZB berät über Leitzins bei 2,6% Inflation im Euroraum.
- • Energiepreise stiegen um 5,1% aufgrund des Iran-Kriegs.
- • OECD prognostiziert nur 0,8% Wachstum für Eurozone.
- • Hohe Zinsen könnten Wirtschaftswachstum weiter abwürgen.
- • EZB-Signale im Kommuniqué entscheidend für Finanzmärkte.
EZB-Rat ringt um geldpolitische Wende
Die Europäische Zentralbank steckt in einem Dilemma: Steigende Inflation durch höhere Energiepreise bei gleichzeitig schwachem Wirtschaftswachstum. Der Iran-Krieg treibt die Kosten für Kraftstoffe und Heizöl – Eurostat meldete für März 2,6 Prozent Inflation im Euroraum, in Deutschland 2,9 Prozent. Energie wurde um 5,1 Prozent teurer. Gleichzeitig rechnet die OECD nur mit 0,8 Prozent Wachstum in der Eurozone. Eine Zinserhöhung könnte die Konjunktur abwürgen, ein zu langes Zögern die Inflation weiter anheizen. Der Rat tagt unter dem Eindruck nationaler Erfahrungen, wie dem Zypern-Tourismus-Einbruch durch den Iran-Krieg. Die Entscheidung wird maßgeblich von den wirtschaftlichen Daten und politischen Entwicklungen abhängen.
Wortlaut entscheidend
Selbst wenn die EZB die Zinsen unverändert lässt, dürfte die Formulierung des Abschlusskommuniqués Aussagen über den weiteren geldpolitischen Kurs enthalten. Die Märkte reagieren sensibel auf Nuancen. Entscheidend ist auch die Dauer der geopolitischen Krise – ein schnelles Ende des Iran-Kriegs würde die Ölversorgung entlasten und Spielraum schaffen.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.