EZB belässt Leitzins trotz gestiegener Inflation auf 2,0 Prozent
Wichtige Fakten
- • EZB belässt Einlagenzins bei 2,0 Prozent, siebte Zinspause in Folge.
- • Inflation im Euroraum steigt im April auf 3,0 Prozent.
- • Energiepreise im Euroraum steigen im April um 10,9 Prozent.
- • Wirtschaftswachstum im Euroraum verlangsamt sich auf 0,1 Prozent.
- • Märkte erwarten drei Leitzinserhöhungen bis Jahresende um je 0,25 Prozentpunkte.
EZB hält an Zinspause fest
Trotz steigender Inflation und des anhaltenden Iran-Kriegs belässt die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins unverändert bei 2,0 Prozent. Es ist die siebte Zinspause in Folge. Die Währungshüter warten ab, bis mehr Daten zu den Kriegsfolgen vorliegen, bevor sie weitere Schritte einleiten.
Inflation steigt auf 3,0 Prozent
Die Inflation im Euroraum ist im April auf 3,0 Prozent gestiegen, verglichen mit 2,6 Prozent im März. Haupttreiber sind die Energiekosten, die um 10,9 Prozent zulegten. Gleichzeitig schwächte sich das Wirtschaftswachstum auf 0,1 Prozent ab. Deutschland verzeichnete mit 0,3 Prozent überraschend leichtes Wachstum, Frankreich stagnierte.
Abwarten im geldpolitischen Nebel
Angesichts der unsicheren Dauer des Iran-Kriegs navigiert die EZB nach Einschätzung von Experten im Nebel. Volkswirte erwarten, dass die Zentralbank bei anhaltendem Preisdruck die Zinsen im Laufe des Jahres anheben wird. Die Finanzmärkte prognostizieren drei Zinserhöhungen um je 0,25 Prozentpunkte bis zum Jahresende.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.