FCAS-Kampfjetprojekt endgültig gescheitert: Deutschland und Frankreich beenden Zusammenarbeit
Wichtige Fakten
- • Projekt von Merkel und Macron 2017 initiiert.
- • Airbus und Dassault uneins über Führungsrolle.
- • Merz und Macron stoppten Projekt am 8. Juni 2026.
- • Bundeswehr sucht Partner: Schweden oder F-35.
- • "Team Gen 6" aus acht Firmen unter Airbus Führung gegründet.
Das endgültige Aus für FCAS
Das deutsch-französisch-spanische Future Combat Air System (FCAS) ist endgültig gescheitert. Das Projekt, das ab 2040 Eurofighter und Rafale ersetzen sollte, wurde am 8. Juni 2026 von Kanzler Friedrich Merz und Präsident Emmanuel Macron gestoppt. Kern des Konflikts war der Streit zwischen Airbus und Dassault über die Führungsrolle. Vermittlungsversuche scheiterten, woraufhin die Staats- und Regierungschefs dem Projekt ein Ende setzten. Die Entwicklung der Combat Cloud soll jedoch fortgesetzt werden.
Reaktionen und Ausblick
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius zeigte sich enttäuscht, sprach aber von einer notwendigen Entscheidung. Der Verteidigungsausschussvorsitzende Thomas Röwekamp (CDU) bedauerte das Aus, sieht aber auch eine Chance für neue Kooperationen. Opposition und Politiker in Brüssel bezeichneten das Scheitern als schweren Rückschlag für die europäische Verteidigungspolitik. Als mögliche neue Partner kommen Schweden (Saab) oder eine Beteiligung am britisch-italienisch-japanischen Projekt GCAP in Frage. Ein Bündnis aus acht deutschen Rüstungsfirmen unter Airbus-Führung, "Team Gen 6", soll bereits geschmiedet sein.
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