Waldbrandsaison in Europa: Frankreich entspannt, Griechenland kämpft weiter
Wichtige Fakten
- • Bordeaux-Brand eingedämmt, 224.000 Menschen evakuiert, 198.000 zurückgekehrt.
- • In Griechenland 51 neue Brände in 24 Stunden, stärkste Front westlich von Athen.
- • WWA: Durch Klimawandel sind solche Feuer bis zu 20 Mal wahrscheinlicher geworden.
- • Spanien: Brände in Madrid, Ávila und Toledo weitgehend unter Kontrolle.
Frankreich: Lage entspannt sich bei Bordeaux
Der große Waldbrand bei Bordeaux ist nach Angaben des französischen Innenministeriums unter Kontrolle. Innenminister Laurent Nuñez betonte, das Feuer breite sich nicht mehr aus, sei aber noch nicht gelöscht; es gebe weiterhin aktive Zonen. Insgesamt mussten 224.000 Menschen evakuiert werden, 198.000 konnten bereits zurückkehren. Die Fläche des Brandes wird auf 42.000 Hektar geschätzt, landesweit wurden seit Jahresbeginn 119.000 Hektar zerstört. Im Département Var sorgt ein wieder aufgeflammtes Feuer auf über 1.000 Hektar für anhaltende Anspannung, verstärkt durch trockene Winde.
Griechenland: Neue Brände rund um Athen und auf Inseln
In Griechenland haben sich die Waldbrände verschärft. Innerhalb von 24 Stunden sind 51 neue Feuer ausgebrochen, wie die Feuerwehr mitteilte. Starke Winde behindern den Einsatz von Löschflugzeugen, besonders betroffen ist die Region westlich von Athen sowie die Inseln Kreta, Paros, Kalymnos und Andros. In Porto Germeno wurden bis zu 100 Häuser zerstört, viele Orte wurden evakuiert. Die Behörden riefen die höchste Waldbrandwarnstufe aus. Auch die Halbinsel Peloponnes ist betroffen.
Klimawandel als Brandbeschleuniger
Laut einer Analyse des World Weather Attribution Netzwerks haben die extremen Wetterbedingungen, die die Brände in Spanien und Frankreich begünstigten, durch die Erderwärmung an Wahrscheinlichkeit zugenommen – in Zentralspanien sogar mindestens um das 20-Fache. Die Forschenden sehen darin ein klares Zeichen der eskalierenden Klimafolgen. Bis Ende Juli verbrannten in der EU fast 435.000 Hektar, etwa zweieinhalbmal so viel wie im langjährigen Mittel. Neben den Emissionen sei auch die Anpassung an veränderte Klimabedingungen dringend nötig, mahnen Experten.
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