Dolce & Gabbana: Finanzielle Krise führt zu Führungswechsel und strategischen Anpassungen
Wichtige Fakten
- • Stefano Gabbana trat Anfang 2026 als Vorstandsvorsitzender zurück, behält aber kreative Funktionen.
- • Das Unternehmen hat Schulden von etwa 450 Millionen Euro, die Verhandlungen mit Banken laufen.
- • Die Gründer halten jeweils etwa 40 Prozent der Anteile, über deren Zukunft entschieden werden muss.
- • Neue Finanzmittel bis zu 150 Millionen Euro und Immobilienverkäufe werden geprüft.
- • Ein Einstieg des ehemaligen Gucci-Managers Stefano Cantino wird spekuliert.
Führungswechsel bei Dolce & Gabbana
Beim italienischen Modehaus Dolce & Gabbana hat Mitgründer Stefano Gabbana seine unternehmerischen Funktionen niedergelegt. Laut dem Unternehmen, das dies bestätigte, trat der 63-Jährige bereits zu Beginn des Jahres 2026 als Vorstandsvorsitzender zurück. Sein kreativer Einfluss bleibt jedoch unverändert erhalten, da er weiterhin Kollektionen mitgestalten wird. Sein Partner Domenico Dolce behält seine Positionen in der Führung, während Alfonso Dolce, Domenicos Bruder, zum zweiten Vorstandschef aufrückt.
Finanzielle Herausforderungen und Verhandlungen
Hintergrund des Führungswechsels sind finanzielle Schwierigkeiten, darunter Schulden in Höhe von 450 Millionen Euro und ein Abschwung im Luxussegment, besonders in China. Das Unternehmen bestätigte, dass Verhandlungen mit Banken laufen, äußerte sich aber nicht weiter zu Details. Es prüft die Aufnahme neuer Finanzmittel bis zu 150 Millionen Euro und einen möglichen Verkauf von Immobilien, um die Liquidität zu stärken. Medienberichten zufolge hat das Unternehmen einen Finanzberater beauftragt und Gespräche mit Gläubigern aufgenommen.
Strategische Anpassungen und Spekulationen
Dolce & Gabbana, 1985 in Mailand gegründet, erzielt einen Jahresumsatz von etwa 1,9 Milliarden Euro und beschäftigt über 5.400 Mitarbeiter. Das Unternehmen expandiert in neue Märkte wie Gastgewerbe und Möbel, bleibt aber mit Kontroversen, etwa zur mangelnden ethnischen Vielfalt bei Modenschauen, konfrontiert. Es wird spekuliert, dass der ehemalige Gucci-Manager Stefano Cantino eine Top-Managementrolle übernehmen könnte. Gabbana behält seine 40-prozentige Beteiligung, über deren Zukunft im Zuge der Bankenverhandlungen entschieden werden soll, wobei ein Minderheitsinvestor oder eine strategische Partnerschaft als wahrscheinlich gilt.
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