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International 16.06.2026, 04:19 Aktualisiert: 16.06.2026, 18:01

G7-Gipfel einigt sich auf verstärkten Druck auf Russland

G7 einigen sich auf neue Sanktionen gegen Russlands Rüstung, Finanzen und Energie.

Wichtige Fakten

  • G7 einigen sich auf neue Sanktionen gegen Russlands Rüstung, Finanzen und Energie.
  • Trump kündigt Wiederaufnahme der Sanktionen auf russisches Öl an.
  • Selenskyj bittet Trump um Vermittlung bei Putin-Gesprächen in den USA.
  • Ukraine pocht auf Lizenz zur Produktion von Patriot-Raketen.
  • Deutscher Außenminister schlägt Friedensgespräche noch vor dem Sommer vor.

G7 verschärfen Sanktionen gegen Russland

Die Staats- und Regierungschefs der G7 haben sich beim Gipfel im französischen Évian darauf geeinigt, den Druck auf Russland deutlich zu erhöhen. US-Präsident Donald Trump kündigte an, die Sanktionen auf russisches Öl 'bald' wieder aufzunehmen. Auch Großbritannien und Kanada verhängten neue Sanktionen gegen russische Rüstungsfirmen, Finanznetzwerke und den Energiesektor, darunter erstmals britische Sanktionen gegen russisches Flüssiggas (LNG). 'Das Blatt wendet sich für die Ukraine', sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen.

Selenskyj drängt auf Friedensverhandlungen und Militärhilfe

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nahm am Gipfel teil und forderte Gespräche mit Russland noch vor dem Winter. Er bat Trump, ein Treffen mit Putin in den USA zu organisieren, nachdem Moskau eine Einladung in die Schweiz abgelehnt hatte. 'Wenn Trump Putin einen solchen Vorschlag macht, dürfte es diesem schwerer fallen, ihn zurückzuweisen', so Selenskyj. Zudem drängt er auf eine Lizenz zur lokalen Produktion von Patriot-Raketen – Trump sei dem gegenüber 'sehr positiv' eingestellt. Der deutsche Außenminister Johann Wadephul äußerte sich optimistisch und schlug vor, noch vor dem Sommer mit Friedensgesprächen beginnen zu können.

Einigkeit bei Ukraine-Unterstützung und wirtschaftliche Impulse

Trotz anfänglicher Störgeräusche zeigte sich der Gipfel weitgehend einig in der Unterstützung der Ukraine. Der britische Premier Keir Starmer hob hervor, dass Sanktionen Wirkung zeigen und die Stimmung in Russland kippe. Neben sicherheitspolitischen Themen gab es auch wirtschaftliche Fortschritte: Das EU-Parlament stimmte mit großer Mehrheit für den Turnberry-Deal mit den USA, der wechselseitige Zollsenkungen vorsieht. Selenskyj forderte zudem den Bau eines 'europäischen Anti-Raketenschirms' und warnte, dass die Energieinfrastruktur der Ukraine in einem weiteren Winterkatastrophe leiden könnte.

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