Gazas medizinische Evakuierung: Hunderte sterben während des Wartens
Wichtige Fakten
- • 300 Palästinenser starben seit Oktober auf Evakuierungsliste.
- • 15.000 Patienten warten weiterhin auf Behandlung im Ausland.
- • 1977 Medizinevakuierungen seit Waffenstillstand abgeschlossen.
- • WHO betont massive Versorgungslücken im Gazastreifen.
- • Patienten klagen über fehlende Medikamente und Ausrüstung.
Hunderte Tote auf Evakuierungsliste
Seit Beginn des Waffenstillstands zwischen Israel und der Hamas im Mai sind laut dem von der Hamas geführten Gesundheitsministerium in Gaza 300 Palästinenser gestorben, die auf eine Evakuierung für medizinische Behandlungen hofften. Insgesamt warten den WHO Daten zufolge derzeit etwa 15.000 Patienten auf eine Ausreise, darunter Kriegsverletzte und chronisch Kranke wie Krebspatienten.
Langsame Evakuierungen trotz internationaler Bemühungen
Die WHO organisierte seit dem Waffenstillstand etwa 2.000 Evakuierungen. Die Antragsverfahren sind jedoch schleppend, da Patienten mehrere Sicherheitsprüfungen durch Israel und die Gastländer durchlaufen müssen. Viele der Wartenden leiden extrem: Medikamente und Spezialbehandlungen sind in Gaza kaum verfügbar. Israel weist die humanitäre Verantwortung zurück und verweist auf eigene Erfolgsmeldungen, während Helfer weiterhin fatale Engpässe diagnostizieren.
Hoffnung auf zügigere Verfahren fehlt
Nach Aussagen von Hinterbliebenen und betroffenen Familien kommt die Hoffnung auf Hilfe im Gazastreifen einem Wunder gleich. Verzögerungen bei der Bearbeitung von Anträgen, unterbrochene medizinische Versorgungen und Bitten um zügigere Behandlungen ohne Gegenleistungen sind alltäglich, belegen die Protokolle der WHO sowie Polizeiverwaltungsauskünfte.
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