Geheimhaltung im Kalten Krieg: Brisanter Bericht zu britischen Nuklear-Veteranen
Wichtige Fakten
- • Bis zu 25.000 britische Soldaten und Wissenschaftler nahmen 1952-1967 an Nukleartests teil.
- • Der Bericht führt hohe Geheimhaltung im Kalten Krieg als Faktor für lückenhafte Aufzeichnungen an.
- • 2023 wurden möglicherweise medizinische Aufzeichnungen von RAF-Veteranen versehentlich vernichtet.
- • Es gab nie eine zentrale Datenbank für die Gesundheitsakten aller Beteiligten.
- • Die Militärbehörden waren sich damals möglicher Kompensationsforderungen bereits bewusst.
Ein offizieller vom britischen Verteidigungsministerium (MoD) veröffentlichter Bericht bestätigt, dass die hohe Geheimhaltung während des Kalten Krieges maßgeblich zum unzureichenden Umgang mit den medizinischen Aufzeichnungen der Nuklear-Testveteranen beigetragen hat. Der Bericht stellt fest, dass es nie eine zentrale Datenbank gab, was das System für Veteranen und deren Angehörige komplex und inkonsistent erscheinen lässt.
Die rund 300-seitige Dokumentation umfasst fünf Teilberichte des MoD und beleuchtet u.a., dass aus der Zeit der Atomtests lückenhafte Aufzeichnungen über Blut- und Urintests existieren. Diese Proben sind für die Veteranen jedoch von zentraler Bedeutung, um einen Zusammenhang zwischen ihrer Strahlenbelastung und späteren Erkrankungen nachzuweisen. Der Bericht räumt Bedenken hinsichtlich der möglichen versehentlichen Vernichtung von RAF-Krankenakten im Jahr 2023 ein.
Trotz dieser Zugeständnisse wiederholt das MoD seine Position, dass sowohl die allgemeine Sterblichkeit als auch die Krebsrate unter den Testveteranen nicht erhöht seien und mit der Vergleichsgruppe normaler Soldaten übereinstimmten. Veteran Brian Unthank äußerte gegenüber der BBC die Befürchtung, der Bericht sei „wieder einmal eine vertuschende Beschönigung“. Der Labour-Abgeordnete Andy Burnham hatte sich am Dienstagabend im Unterhaus für eine „Sondergerichtsbarkeit“ zur Klärung der Ansprüche ausgesprochen.
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