Verurteilungen im Einsturz der Morandi-Brücke in Genua
Wichtige Fakten
- • 57 Angeklagte in Genua; 32 verurteilt.
- • Ex-Chef Castellucci erhielt 12 Jahre Haft.
- • 43 Tote bei Brückeneinsturz 2018.
- • Michele Mitelli zu 11 Jahren verurteilt.
- • Staatsanwaltschaft forderte 18 Jahre für Castellucci.
Hintergrund des Unglücks
Am 14. August 2018 stürzte während eines Unwetters die Morandi-Brücke in Genua ein. Ein 50 Meter langer Abschnitt riss Autos mit sich in die Tiefe und ließ weitere auf Gebäude und einen Fluss unter der Brücke stürzen. 43 Menschen starben. 16 wurden verletzt. Die Überreste der Brücke ragten danach gefährlich in die Höhe; 2019 musste die Brücke gesprengt werden. Die Gerichtsverhandlung im August in Genua markierte einen wichtigen Schritt der juristischen Aufarbeitung.
Urteile gegen die Verantwortlichen
Acht Jahre nach dem Einsturz der Morandi-Autobahnbrücke in Genua hat ein italienisches Gericht den ehemaligen Vorstandschef des italienischen Autobahnbetreibers Autostrade per l'Italia (ASPI) zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Der 66-Jährige Giovanni Castellucci sitzt bereits wegen eines anderen Busunfalls in Haft. Der frühere Vize Paolo Berti erhielt fünfeinhalb Jahre. Insgesamt 32 von 57 Angeklagten wurden verurteilt. Die Staatsanwaltschaft warf ihnen vor, Wartungsarbeiten vernachlässigt und Warnzeichen ignoriert zu haben – aus Profitstreben und mit Zeitbezügen auf die Anklage-Kampagne
Reaktionen der Opfer und Experten
Die Familie eines Opfers sprach davon, dass der Betreiber bei der Entschuldigung 'Krokodilstränen' geweint habe. Das Gericht verhängte Drasticke von insgesamt etwa 200 Jahren, wobei viele die Höhe als noch nicht endgültig betrachten. Die Hinterbliebenen sehen das Urteil mit gemischten Gefühlen – während sie Erleichterung überden Ausgang zeigen, fordern sie energisches Volksand weiter.
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