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Wirtschaft 03.03.2026, 10:11 Aktualisiert: 03.03.2026, 23:02

Iran-Krieg eskaliert: Auswirkungen auf Finanz- und Energiemärkte

DAX fiel um 3,7% auf 23.724 Punkte, tiefster Stand seit drei Monaten.

Wichtige Fakten

  • DAX fiel um 3,7% auf 23.724 Punkte, tiefster Stand seit drei Monaten.
  • Inflation im Euroraum im Februar bei 1,9%, vor dem Kriegsausbruch.
  • Gaspreise stiegen bis auf 65,79 Euro/MWh, Ölpreise auf über 81 Dollar.
  • Straße von Hormus ist geschlossen, betrifft 20% des Ölhandels.
  • Spritzpreisindex E10 stieg um 6,1 Cent auf 1,839 Euro/Liter.

Marktentwicklung und Inflationsdaten

Der Iran-Krieg hat die globalen Finanzmärkte weiterhin schwer belastet. Der DAX fiel heute um 3,7 Prozent auf 23.724 Punkte, ein weiterer Rückgang nach einem Wochenrückgang von rund 1.500 Punkten. Überraschende Inflationsdaten aus der Eurozone zeigten bereits vor dem Kriegsausbruch einen Anstieg der Rate auf 1,9 Prozent im Februar, verglichen mit 1,7 Prozent im Januar. Diese Entwicklung deutet auf eine anhaltende Unsicherheit hin, die durch den Krieg im Nahen Osten verstärkt wird.

Energiemärkte und geopolitische Eskalation

Die Energiemärkte erleben weiterhin drastische Preisanstiege aufgrund der Schließung der Straße von Hormus durch den Iran, eine kritische Passage für den internationalen Ölhandel. Der Preis für Brent-Rohöl kletterte um fünf Prozent auf 81,55 Dollar pro Barrel, während der Gaspreis auf ein Dreijahreshoch von 65,79 Euro je Megawattstunde stieg. Analysten warnen, dass sich diese Entwicklungen fortsetzen könnten, sollte der Konflikt andauern, was das Angebot weiter einschränken und die Preise in die Höhe treiben könnte.

Internationale Auswirkungen und wirtschaftliche Risiken

Die Unsicherheiten an den globalen Märkten haben zu einem drastischen Rückgang der Aktienkurse geführt. Neben dem DAX verzeichneten auch die US-amerikanischen und asiatischen Märkte Verluste. Der Dow-Jones-Index fiel ebenfalls um etwa 2,5 Prozent. Angesichts der Eskalation der militärischen Aktivitäten im Nahen Osten gibt es Befürchtungen, dass sich ähnliche Verwerfungen wie während des Ukraine-Kriegs wiederholen könnten. Zentralbanken stehen vor der Herausforderung, die Inflationsrisiken zu managen, während politische Maßnahmen zur Preiskontrolle in Erwägung gezogen werden.

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