Gewalt an Berliner Schulen bleibt großes Problem – besonders in Grundschulen
Wichtige Fakten
- • Gewalt an Berliner Schulen ist ein großes Problem, besonders in Grundschulen.
- • Lehrkräfte beobachten eine starke Verrohung und niedrige Frustrationstoleranz.
- • Konflikte setzen sich im digitalen Raum fort und eskalieren in den Klassen.
- • Schulen in sozioökonomisch schwierigen Lagen sind besonders betroffen.
- • Die Senatsbildungsverwaltung plant Maßnahmen wie kleinere Klassen und mehr Schulpsychologie.
Konflikt- und Gewaltbarometer zeigt Anstieg
Die Gewalt an Berliner Schulen bleibt ein gravierendes Problem, wie das aktuelle Konflikt- und Gewaltbarometer zeigt. Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch betont im Interview mit tagesschau24, dass besonders die Entwicklung an Grundschulen alarmierend sei. Die Ergebnisse würden einen deutlichen Anstieg der Gewaltvorfälle in allen Schulformen und Bezirken belegen.
Ursachen und Einflussfaktoren
Lehrkräfte berichten laut Günther-Wünsch von einer starken Verrohung der Kinder und Jugendlichen, einer abgenommenen Frustrationstoleranz und einer Zunahme von körperlichen Eskalationen bei geringsten Anlässen. Ein wesentlicher Treiber sei der digitale Raum, der Gewaltkonflikte in Quantität und Qualität verstärke. Die Belastung sei an Brennpunktschulen in sozioökonomisch herausfordernden Lagen besonders hoch.
Geplante Maßnahmen
Die Senatorin kündigte an, mit den Schulverbänden konkrete Maßnahmen zu erarbeiten. Dazu gehören die Senkung der Klassenfrequenzen in Grundschulen in herausfordernden Lagen, eine bessere Vernetzung von Präventionsangeboten wie dem Team Jugenddelinquenz aus Neukölln sowie eine Stärkung der Schulpsychologie. Ziel ist es, sowohl Prävention zu verbessern als auch Opfer besser zu schützen.
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