GPS-Störungen im Ostseeraum: Russland im Fokus
Wichtige Fakten
- • Störungen der GPS-Navigation im Ostseeraum nehmen zu.
- • Ursprung der Störsignale liegt laut NDR in Russland.
- • Spoofing kann Fehlwarnungen im Cockpit auslösen.
- • EU-Außenbeauftragte Kallas spricht von hybridem Angriff.
- • Piloten zeigen sich laut Umfrage sehr besorgt.
Hintergrund der GPS-Störungen
Im Ostseeraum kommt es vermehrt zu Störungen der GPS-Navigation, die laut NDR-Recherchen auf Russland zurückgehen. Betroffen sind sowohl zivile Flugzeuge als auch Schiffe. Die Deutsche Flugsicherung meldet täglich eine niedrige zweistellige Zahl von Störungen, was die Lotsen belastet. Forscher der Universität Gdynia lokalisieren eine große Störanlage in der russischen Exklave Kaliningrad.
Auswirkungen auf die Luftfahrt
Besonders problematisch ist das sogenannte GPS-Spoofing, bei dem falsche Signale ausgesendet werden. Dies kann zu Fehlwarnungen im Cockpit führen, etwa bei Bodenannäherungssystemen. Piloten schalten dann diese Systeme ab, was zwar Fehlalarme verhindert, aber auch ein Sicherheitsnetz entfernt. Die Lufthansa Group bestätigt, dass Spoofing eine schwerwiegende Beeinträchtigung darstellt.
Reaktionen und Bewertungen
EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bezeichnet die Störungen als hybriden Angriff und fordert eine Diskussion auf NATO-Ebene. Staatsminister Florian Hahn plädiert für eine abschreckende Haltung Deutschlands. Sicherheitsexperte Nico Lange interpretiert die Aktionen als Vorbereitung eines Schlachtfelds im Ostseeraum.
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