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International 10.03.2026, 00:01 Aktualisiert: 10.03.2026, 12:07

GPS-Störungen im Persischen Golf gefährden die Schifffahrtssicherheit

GPS-Störungen im Persischen Golf verfälschen Schiffsdaten und erhöhen Kollisionsrisiken.

Wichtige Fakten

  • GPS-Störungen im Persischen Golf verfälschen Schiffsdaten und erhöhen Kollisionsrisiken.
  • Iran wird für die Störungen verantwortlich gemacht, offizielle Bestätigungen fehlen.
  • Elektronische Kriegsführung betrifft auch die Ukraine und den europäischen Luftraum.
  • Unternehmen entwickeln Anti-Jamming-Technologien als Schutzmaßnahmen.
  • Schwache GPS-Signale sind anfällig für Störungen, militärische Systeme sind widerstandsfähiger.

Gefährliche Störungen

Im Persischen Golf, insbesondere in der Straße von Hormus, werden seit Kurzem massive GPS-Störungen beobachtet, die die Schifffahrtssicherheit gefährden. Die Störungen verfälschen die Positionsdaten von Schiffen, sodass diese auf Karten in unnatürlichen Kreisen oder über Land angezeigt werden. Dies erhöht das Risiko von Kollisionen, da Schiffe ihre Umgebung nicht mehr zuverlässig erfassen können. Experten wie Michelle Wiese Bockmann von Windward warnen vor den erheblichen Gefahren für die maritime Navigation.

Elektronische Kriegsführung

Die GPS-Störungen sind Teil der elektronischen Kriegsführung, die auch in anderen Konflikten wie dem Ukraine-Krieg und im europäischen Luftraum auftritt. Während keine offizielle Bestätigung vorliegt, vermuten Militäranalysten Iran als Verursacher, das über entsprechende Technologien aus Russland oder China verfügt. Gleichzeitig nutzen auch US-Streitkräfte in der Region Störsysteme zum Schutz vor Drohnen und gelenkten Waffen.

Technische Gegenmaßnahmen

Unternehmen wie Raytheon UK und Advanced Navigation entwickeln Anti-Jamming-Technologien, darunter abhörsichere Antennen und alternative Navigationssysteme, die auf Gyroskopen oder Sternenkartierung basieren. Dennoch bleibt das aktuelle GPS aufgrund schwacher Signale anfällig, während militärische Systeme wie M-Code besser geschützt sind. Experten prognostizieren, dass die zunehmenden Störungen den Übergang zu sichereren Navigationsalternativen beschleunigen werden.

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