Griechenland plant Social-Media-Verbot für Unter-15-Jährige
Wichtige Fakten
- • Griechenland plant Verbot für unter 15-Jährige ab Januar, falls Parlament zustimmt.
- • Frankreich und Australien haben ähnliche Gesetze, andere EU-Länder erwägen Verbote.
- • Umfragen zeigen Mehrheitsunterstützung in mehreren europäischen Ländern für solche Verbote.
- • Griechenland drängt auf EU-weite Altersverifikation bis 2027 für einheitlichen Schutz.
Zusammenfassung
Griechenland hat angekündigt, den Zugang zu Social Media für Kinder unter 15 Jahren ab dem 1. Januar zu verbieten, sofern das Parlament dem Gesetz zustimmt. Premierminister Kyriakos Mitsotakis begründet dies mit steigender Angst, Schlafproblemen und der suchterzeugenden Gestaltung von Plattformen. Das Parlament, das von seiner Partei kontrolliert wird, soll noch im Sommer darüber abstimmen, womit Griechenland zu den ersten europäischen Ländern mit einer solchen Regelung würde.
Internationale Entwicklungen
Ähnliche Maßnahmen werden in anderen Ländern diskutiert oder umgesetzt: Frankreich plant ein Verbot für unter 15-Jährige, Australien blockiert bereits Millionen von Konten für unter 16-Jährige, und Spanien, Malaysia, Dänemark und Polen erwägen Verbote. Umfragen in mehreren europäischen Ländern zeigen eine Mehrheitsunterstützung für solche Einschränkungen, wobei die Zustimmung in Frankreich am höchsten ist.
Herausforderungen und EU-Initiative
Trotz der breiten Unterstützung gibt es Skepsis bezüglich der Wirksamkeit solcher Verbote. In Griechenland berichten Lehrer von erschöpften Kindern im Unterricht. Mitsotakis kündigte an, dass Griechenland die EU auffordern wird, bis 2027 einheitliche Altersverifikationssysteme einzuführen, um den Schutz Minderjähriger zu stärken und nationale Initiativen zu ergänzen.
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