Berliner Daten-Leak: Hacker veröffentlichen sensible Verwaltungsdaten im Darknet
Wichtige Fakten
- • Rund 1,4 Millionen Datensätze der Berliner Verwaltung im Darknet veröffentlicht.
- • Lösegeld von 30 Bitcoin (ca. 2 Mio. Euro) wurde nicht gezahlt.
- • BSI geht von finanziellen Motiven, nicht politischen, aus.
- • Daten enthalten Personalakten, Gehaltsabrechnungen und sicherheitsrelevante Infos.
- • Auch Dateien zu Kanzleramt-Erweiterung und kritischer Infrastruktur betroffen.
Massiver Daten-Leak trifft Berliner Verwaltung
Eine Hackergruppe hat im Darknet rund 1,4 Millionen Daten aus der Berliner Landesverwaltung veröffentlicht. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bestätigte, dass die Datensätze unter anderem Personalakten, Stundenzettel, eingescannte Ausweise sowie Informationen zu Bauprojekten und kritischen Infrastrukturen umfassen. Die Behörde warnt vor erheblichen Risiken für betroffene Bürger und die Gesellschaft.
Finanzielle Motive, aber ernste Folgen
Obwohl die Hacker eine Lösegeld in Bitcoin forderten und der Senat nicht zahlte, geht das BSI von finanziellen Motiven aus. Die Frist lief am Freitagnachmittag ab, woraufhin die Daten den Angaben zufolge veröffentlicht wurden. Dennoch könnten die gestohlenen Informationen für politische Manipulation genutzt werden, insbesondere aufgrund der bevorstehenden Berliner Wahlen.
Warnung vor neuen Betrugsmaschen
Das BSI warnt vor einer erhöhten Gefahr von Identitätsdiebstahl und Phishing-Angriffen. Erste Analysen deuten auf hochsensible Dateien hin, die Verteidigungsaspekte betreffen – wie nicht näher benannte Objekte und Notfallpläne. Bund und Länder prüfen einen möglichen Schaden. Der IT-Experte Manuel Atug kritisiert derweil Berlin wegen Missachtung von Geheimschutzvorgaben.
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